Regenwasser führt in Wehe regelmäßig zu Überschemmungen / Entwässerungskonzept für Grundstück der alten Schule in Arbeit

Wenn Anlieger nichts ändern, wird es teuer

Wenn die Anwohner der Weher Straße nicht darauf achten, dass Wasser auf ihren Grundstücken abläuft, kann es für sie teuer werden. - Symbolbild: dpa

Wehe - Bei Regen steht die Weher Straße in der Weher Ortsmitte schnell unter Wasser. Dieses Problem sprach Horst-Wilhelm Bruhn (SPD) am Donnerstag bei der Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses in der Aula des Gymnasiums an.

Die erhöhte Überflutungsgefahr bestehe „gefühlt schon seit Jahren“, monierte er. Das Oberflächenwasser sammele sich auf dem Gelände rund um den Kindergarten. „Es dauert Stunden, bis es abläuft“, schilderte Bruhn seine Erfahrungen. Und wenn es ablaufe, dann Richtung Weher Straße. Folgen: Ein Geschäft würde regelmäßig überschwemmt, sodass deren Besitzer nicht ruhigen Gewissens in den Urlaub fahren könnten. Das Regenwasser laufe in die Schmutzwasserkanalisation und drücke Schmutzwasser zurück in Duschen und Toiletten. Und rießige Pfützen stellten eine Gefahr für Verkehrsteilnehmer dar. „Da muss jetzt eine Lösung gefunden werden“, forderte Bruhn.

„Die Stadt ist nicht Verursacher dieses Problems – das ist die Natur“, warf Baumamtsleiter Dieter Drunagel ein. Bruhn erwiderte, dass das Problem nicht bestünde, wenn die Stadt das Wasser auf ihrem Grundstück versickern lassen würde.

Heinz Grundmann (CDU) meinte, dass Wehe jeden Tropfen Wasser gebrauchen könne. Man müsse das Regenwasser nur an die richtigen Stellen leiten. Außerdem findet er, dass auch Anlieger sich bemühen müssten, ihr Regenwasser zurückzuhalten. In diesem Punkt stimmte ihm Ludger Ellers von der Stadtverwaltung zu. Die Weher Straße habe zwar nur ein Versickerungsrohr und keinen Regenwasserkanal, aber auf die Straße direkt falle nicht das meiste Wasser. Er erklärte, dass das Wasser von den Grundstücken vieler umliegender Bewohner zu Hauptstraße fließe. „Viele Bächlein machen einen Fluss“, verdeutlichte er. Im Juli habe er alle Betroffenen mit einem Schreiben auf die Problematik aufmerksam gemacht. Wenn die Bürger nicht einsichtig seien und das Regenwasser auf ihrem Grundstück zurückhalten und versickern lassen, müsse ein Regenwasserkanal gebaut werden. Dabei würden Anliegerkosten anfallen. „Wir können das Wasser eigentlich auf den Grundstücken zurückhalten“, ist Ellers überzeugt.

Hinsichtlich des Grundstücks der alten Schule räumte er ein, dass Einiges im Argen sei. Man arbeite an einem Entwässerungskonzept. Der Plan: Überschüssiges Wasser westlich der Schule in einer alten Klärgrube zurückhalten und anschließend geregelt abfließen lassen. - ks

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