Projekt kann für Rahden teuer werden

Arena in Minden: Wenig Nutzen für viel Geld

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Sollte es zum Bau der Multifunktionshalle in Minden kommen, müssen auch Stemwede und Rahden dafür in die Haushaltskasse greifen.

Rahden - Eine Multifunktions-Arena könnte auf dem Gelände des früheren Mindener Güterbahnhofes gebaut werden. Über entsprechende Ideen berät die Kreisverwaltung. Der Kreis müsste – sollten die Pläne umgesetzt werden – neben der Stadt Minden und der Wirtschaft ein Drittel der Kosten von rund 20 Millionen stemmen.

Das Vorhaben ist umstritten. Während des SPD-Parteitages hatte Uli Pock betont, dass der Bau gar nicht beschlossen sei. Er verwies darauf, dass eine Machbarkeitsstudie in Arbeit sei. Aus Sicht des Pr. Oldendorfer Ratsherren Jan Hendrik Maschke (SPD) ist die Halle nicht nötig.

Auf die Machbarkeitsstudie verweist die FWG Rahden. Von den Gutachtern sei die „wirtschaftliche und städtebauliche Realisierbarkeit grundsätzlich attestiert“, heißt es in einem Antrag, den die Freien Wähler im Bau-, Planung- und Umweltausschuss vorlegten. Im weiteren Prozess sei nun eine professionelle Projektentwicklung notwendig, für die 300.000 Euro veranschlagt seien. Der Kreis trage davon 100.000 Euro.

Sollte die Arena realisiert werden, sei der Kreis nach jetzigen Planungen mit einem Anteil von rund sieben Millionen Euro dabei und dieser Anteil werde über die Kreisumlage finanziert, so die FWG Rahden. „Diese Kosten würden den angespannten Haushalt der Stadt Rahden in den nächsten Jahren enorm belasten“, heißt es im FWG-Antrag, vor den Beratungen über den Haushalt 2017 Kreis-Baudezernent Jürgen Striet einzuladen, um weitere Infos zur angedachten Arena und zur Sanierung der Kampa-Halle zu bekommen. „Danach sollten unbedingt Diskussionen über den Bau und auch Alternativen geführt werden“, so FWG-Fraktionschefin Doris Bölk.

Schließlich würde auch die Sanierung der Kampa-Halle die Kommunen belasten: mit geschätzten Kosten von acht Millionen Euro. Die Arena-Baukosten erscheinen aus FWG-Sicht „überdimensioniert“, die Kommunen im Lübbecker Land würden wenig Nutzen davon haben.

Ähnlich hatte sich bereits Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat über eine mögliche Arena „kurz vor Bückeburg“ geäußert. Das Vorhaben ist aus Sicht seines Rahdener Amtskollegen Dr. Bert Honsel „ein wichtiges Thema, wenn man sich die Zahlen anschaut“. Träfen die zu und es käme die Sanierung der Kampa-Halle hinzu, wäre Rahden laut Honsel „mit einem hohen sechsstelligen Betrag dabei“.

Mit einer solchen Halle könnten Künstler nach Minden geholt werden, das habe Charme, meinte im Rahdener Bauausschuss Horst-Wilhelm Bruhn (SPD). Sein Gefühl sei aber, dass das Projekt bei einem Drittel Kreisanteil schwierig werde.

DK

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