Weitere Flüchtlinge in Veltheim erwartet

Mühlenkreis richtet Spendenkonto ein

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Mediengruppe Kreiszeitung

Minden-Lübbecke - Seit vergangenen Sonnabend leben rund 250 Flüchtlinge in der Notunterkunft des Kreises Minden-Lübbecke im ehemaligen Bürogebäude des stillgelegten Kraftwerks Veltheim. Die meisten stammen aus Syrien und Afghanistan. Aktuell werden weitere 40 Flüchtlinge erwartet. „Die ersten Tage verliefen friedlich und harmonisch“, seien sich die Mitarbeitenden des Kreises und des DRK vor Ort einig, teilt der Kreis mit.

Das DRK und die weiteren Mitarbeitenden seien überwältigt von der Zahl, der jetzt schon eingegangenen Hilfsangebote und Spenden, für die zurzeit noch die Geschäftsstelle des DRK in Minden Anlaufpunkt ist. Die Mitarbeitenden vor Ort bitten um Verständnis, dass Hilfen aller Art nach wie vor nicht direkt vor Ort entgegen genommen werden können. Derzeit arbeiteten die zuständigen Stellen daran, eine möglichst ortsnahe Anlaufstelle in Betrieb zu nehmen, so der Kreis.

In der Notunterkunft werden im Laufe der Woche einige derzeit noch provisorisch eingerichtete Lösungen schrittweise durch dauerhafte Einrichtungen ersetzt, zum Beispiel sollen für die bisher verwendeten Feldbetten Doppelstockbetten aufgestellt werden. In erster Linie gehe es nach wie vor um die Betreuung der Flüchtlinge, ihre medizinische Versorgung und Verpflegung, informiert der Kreis.

Parallel prüft der Stab für Flüchtlingsfragen des Kreises weitere Örtlichkeiten unter anderem auch im Lübbecker Raum, ob sie im Bedarfsfall ebenfalls als Notunterkunft in Betracht kämen. „Wir haben zwar keine aktuelle Anforderung der Bezirksregierung Detmold vorliegen, aber die Wahrscheinlichkeit ist natürlich sehr hoch, dass sich dies kurzfristig ändern könnte“, sagt Landrat Dr. Ralf Niermann. „Wir haben uns gleich im Zuge der ersten Anforderung aus Detmold in der vergangenen Woche darauf verständigt, möglichst umgehend die vorsorgliche Suche nach weiteren Unterbringungsmöglichkeiten fortzusetzen“, ergänzt Kreisdirektorin Cornelia Schöder, die den Stab für Flüchtlingsfragen leitet.

Der Kreis hat jetzt eine Möglichkeit für Geldspenden an die Notunterkunft in Veltheim eingerichtet. Unter dem Stichwort: „Spende für Flüchtlingshilfe, Notunterkunft Veltheim“ können auf ein Konto bei der Sparkasse Minden-Lübbecke Spenden für die Flüchtlinge eingezahlt werden: BLZ 49050101, Kto.-Nr. 40002016, IBAN DE63490501010040002016, BIC: WELADED1MIN

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