Weggefährten verabschieden Bernd Hachmann mit stehenden Ovationen

„Sehr viel richtig gemacht“

+
Landrat Dr. Ralf Niermann (r.) überreichte Bernd Hachmann eine Karte als Erinnerung an seine Amtszeit.

Rahden - Von Katharina Schmidt. „Ich habe fertig“ – mit den Worten des Fußballtrainers Giovanni Trapattoni beendete Bernd Hachmann am Dienstagabend seine letzte Rede als Bürgermeister der Stadt Rahden. Im Bahnhof wurde er in einer Feierstunde nach fast 27 Jahren als Verwaltungschef aus seinem Amt verabschiedet. Für seine Leistungen in dieser Zeit bekam Hachmann viele anerkennende Worte und stehende Ovationen.

Werner Thielemann, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, erinnerte an den Amtsantritt Hachmanns. Damals sei sein Motto „Taten statt Worte“ gewesen – einem Leitspruch, dem er immer treu geblieben sei. Er habe sich unter anderem mit Nachdruck für den Erhalt des Bahnhofes eingesetzt.

Wilhelm Koopmann, erster Stellvertreter des Bürgermeisters, führte die Liste prägender Ereignisse in Hachmanns Amtszeit fort. Er nannte unter anderem die Sanierung aller Schulen, den Bau der Hauptschule und des Gymnasiums, die Privatisierung der Kläranlage und die Ansiedlung neuer Unternehmen wie Harting. Oberste Priorität habe immer der Erhalt des Krankenhauses gehabt. Hachmann trug die Entwicklung der Stadt Koopmann zufolge an vorderster Stelle mit. „Danke für das, was du für unsere Stadt in den vergangenen Jahren geleistet hast“, sagte er und überreichte Hachmann den Ehrenteller der Stadt Rahden.

Anke Recklies, Abteilungsdirektorin der Bezirksregierung in Detmold, schloss sich den Lobesworten an. „Sie haben sehr viel richtig gemacht“, stellte sie fest. Hachmann könne und solle stolz auf sich sein.

Espelkamps Bürgermeister Heinrich Vieker ist mit dem Ausscheiden von Bernd Hachmann nun Dienstältester im Kreis. „Du warst immer ein zuverlässiger Partner, ehrlich und offen“, sagte er zu seinem scheidenden Kollegen.

Laut Dr. Ralf Niermann endet mit Hachmann eine „Ära“. Er erinnerte an die Innenstadtsanierung. Die Ergebnisse können sich dem Landrat zufolge sehen lassen: „Ich bin davon überzeugt, dass Rahden einer der attraktivsten Einkaufsorte im Mühlenkreis ist“, sagte er. „Wenn etwas wichtig war, konnte er schon sehr viel Durchhaltevermögen an den Tag legen“, charakterisierte er den scheidenden Bürgermeister. Außerdem finde er es „lässig“, wie kurz und präzise Hachmann sich stets in seinen Grußworten hielt.

Bei seinen Abschiedsworten brauchte Hachmann allerdings ein paar Worte mehr als üblich. Er dankte seinen Kollegen, von Willi Koopmann, der ihm in schweren Zeiten immer den Rücken freigehalten habe, bis zur „guten Seele des Vorzimmers“ Regina Konopka, die ihm in seiner „müden halben Stunde“ am Mittag mit Kaffee aufgemuntert habe. Zusammen habe die Verwaltung das „Schiff Rathaus erfolgreich durch schwere Stürme gelenkt“. Seinem Nachfolger Dr. Bert Honsel wünschte Hachmann „viel Erfolg für das neue Amt und das nötige Quäntchen Glück“. Honsel übernehme eine motivierte, engagierte und loyale Mannschaft.

Weitere Dankesworte richtete er an Recklies, Vieker, Niermann, die Ratsmitglieder, die Landtagsabgeordneten und das Musikschul- und Freuden-Orchester unter Leitung von Willi Hartmann. Dieses begleitete die Verabschiedungsfeier mit den Stücken „Te Deum“, „My funny Valentine“ und „Rigaudon“.

Nach dem offiziellen Teil blieb viel Zeit für Gespräche – so, wie es sich Hachmann laut Werner Thielemann gewünscht habe.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Israel beschränkt erneut Zutritt zum Tempelberg für Muslime

Israel beschränkt erneut Zutritt zum Tempelberg für Muslime

Weltrekord-Versuch im Dauertennis: die ersten 25 Stunden

Weltrekord-Versuch im Dauertennis: die ersten 25 Stunden

S-Bahn-Unfall in Barcelona

S-Bahn-Unfall in Barcelona

So überleben die Balkonpflanzen Ihren Urlaub

So überleben die Balkonpflanzen Ihren Urlaub

Kommentare