Rahdener Ausschuss für Beibehaltung der Flächenkulisse

Wald für Windkraft weiter tabu

Windkraftanlagen in freier Landschaft gefallen nicht jedem Betrachter. Anlagen in Waldflächen sind für den Rahdener Fachausschuss allerdings keine Alternative.  - Foto: Russ

Rahden - Nach einigen Monaten Pause, in denen die Rahdener Verwaltung die Auswirkungen des so genannten Haltern-Urteils des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Münster auf die eigenen Pläne zur Ausweisung von Konzentrationszonen für die Nutzung von Windenergie geprüft hat, geht das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans nun in die nächste Runde. Bei einer Gegenstimme votierte der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss gestern Abend dafür, mit den fünf Flächen Tielger Bruch, Filger Bruch, Beekebruch, Fledderbruch und Brandheide in die erneute öffentliche Auslegung zu gehen.

Die Rahdener Waldflächen werden weiterhin als harte Tabuzone behandelt, in der die Errichtung von Windenergieanlagen ausgeschlossen sind. Das OVG hatte in einem Urteil vom September 2015 den Flächennutzungsplan der Stadt Haltern am See für nichtig erklärt, mit dem Argument, dass Windkraftanlagen im Wald durchaus zulässig sind. Es widersprach damit sowohl seiner eigenen früheren Rechtssprechung als auch den Regelungen des Regionalplans für den Regierungsbezirk Detmold, die Windkraft in Wäldern ausdrücklich untersagen.

Da der Waldanteil im Rahdener Stadtgebiet nur etwa fünf Prozent beträgt und Wald zum Teil zugleich FFH-Schutzgebiet ist, müssen die Waldflächen nach Einschätzung der Verwaltung nicht in die weiteren Planungen einbezogen werden. Carsten Zimmermann (FWG) hätte das trotzdem gern gesehen. Im Wald, so seine Argumentation, seien Windkraftanlagen für Menschen weit weniger störend als auf freier Fläche. Mit seinem Antrag, die Rahdener Waldflächen in die weiteren Planungen einzubeziehen, stand er allerdings alleine da. - mer

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