Präsentation der Chronik zur Auftaktveranstaltung des Museumshof-Jubiläums

Wahrzeichen der Stadt wird 50

Die Chronikgruppe hat zum Jubiläum des Museumshofs das „goldene Buch“ herausgebracht, in dem die Entwicklung des Freilichtmuseums festgehalten ist: (v.l.) Claus-Dieter Brüning, Ilona Neumark, Magdalene Kottenbrink und Torsten Kuhlmann. - Foto: Bokelmann

Rahden - „Wer die Vergangenheit nicht ehrt, hat keine Zukunft; wer die Wurzeln vernichtet, kann nicht wachsen.“ Dieses Zitat von Friedensreich Hundertwasser ziert das Deckblatt der Chronik über den Museumshof, die zum 50-jährigen Jubiläum des Freilichtmuseums erschienen ist. „Der Museumshof ist wichtig für alle Generationen“, führte Torsten Kuhlmann zu dem Spruch aus. Für das Wahrzeichen der Stadt Rahden, wie Bürgermeister Dr. Bert Honsel den Museumshof im Vorwort der Chronik nennt, geben die Organisatoren an diesem Wochenende ein großes Fest, das gestern mit einer Auftaktveranstaltung im kleinen Rahmen begann.

Am Nachmittag stellten Kuhlmann, Magdalene Kottenbrink, Ilona Neumark und Claus-Dieter Brüning im Schützenheim des Kleinendorfer Schützenvereins die Chronik vor, an der sie insgesamt 330 Stunden gesessen hatten. Auf 224 Seiten dokumentiert die Chronikgruppe des Arbeitskreises darin die Geschichte des Museums in Form von Zeitungsausschnitten und kleinen Anekdoten sowie 372 historischen und aktuellen Bildern.

In diesem Zusammenhang dankte Kottenbrink Wilhelm Horstmann aus Pr. Ströhen, der ihr zufolge zahlreiche Details rund um das Geschehen und die Entwicklung des Museumshofes fotografiert hat und nun den Akteuren neben seinen Erinnerungen zur Verfügung gestellte hatte.

„Denn die am Aufbau Beteiligten sind heute leider nicht mehr da“, sagte Kottenbrink zur Recherchearbeit, für die sich die Geschichtsinteressierten auch an Heinz Krämer, der zur Zeit des Museumshofaufbaus vor 50 Jahren Zimmerlehrling in Rahden war, und Helmut Kottenbrink gewandt hatten. Letzterer ist ein Verwandter des ehemaligen Museumshofleiters.

Stadtheimatpfleger Claus-Dieter Brüning erinnerte sich gestern an bedeutende Daten wie die Gründung des Heimatvereins Burgruine 1958, den Beginn der Baumaßnahmen 1963 sowie die Eröffnungsfeier 1966, die er als Kind miterlebt hatte. Später sei sein Interesse am Museumshof wiedergekehrt, als er 1999 in den Kulturausschuss gewählt wurde, so Brüning.

Ilona Neumark vom Verein der Freunde und Förderer Museumshof Rahden war für die Buchpräsentation in eine alte Tracht geschlüpft und gab so einen Einblick in das historische Rahden, in dem farbenfrohe Kleidung üblich war. Zu diesem von Sieglinde Kuhlmann genähten blauen Outfit erklärte Magdalene Kottenbrink: „Das Kleid ist nach einem alten Muster, aber mit neuen Stoffen entstanden.“ Weiter sagte sie, dass es sich um eine Ausgeh-Tracht handele, die Frauen zum Kirchgang anzogen. Dazu gehörte der weite Rock, ein Mieder sowie eine Schürze und ein Schulterumhang.

Dank des Geschicks von Christel Meyer-Grimmelmann präsentierte sich Ilona Neumark sogar mit der Frisur, wie sie im alten Rahden üblich war. Denn entgegen der umliegenden Orte, wo die Haare traditionell zum Knoten gebunden wurden, war in Rahden eine Innenrolle üblich, berichtete Kottenbrink und erinnerte sich daran, dass sie als kleines Mädchen immer die Haare der Frauen anfassen wollte, „weil die dank einer Milchspülung so weich waren“.

Am Wochenende werden einige Frauen in den Trachten zu sehen sein und darin die Chronik den Besuchern zum Verkauf anbieten. Heute beginnt um 11 Uhr der offizielle Festakt, bevor diverse Vorführungen folgen. Morgen steht um 10 Uhr ein plattdeutscher Gottesdienst auf dem Programm, dem sich ein Aktionstag zum Thema Hochzeit anschließen wird. - abo

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