Vorstand legt Rechenschaft ab / 25-jähriges Jubiläum wird Ende Mai gefeiert

Alles begann 1991 mit dem Triebwagen T2

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Vorsitzender Berndt von Mitzlaff (l.) ehrte (v.l.) Herbert Steinmeier, Gerhard van Ooyen, Gerhard Bohnhorst und Jürgen Peglow für ihre 25-jährige Mitgliedschaft bei der Museumseisenbahn Rahden-Uchte.

Rahden - Mit dem vergangenen Jahr sind die Mitglieder der Museumseisenbah Rahden-Uchte durchaus zufrieden. Bei einer gestiegenen Fahrgastzahl würden sie sich aber mehr Aktive in den eigenen Reihen wünschen, berichtet der Vorsitzende Berndt von Mitzlaff nun im Rückblick auf die Jahreshauptversammlung im Mitropa-Speisewagen im Rahdener Bahnhof.

25 Mitglieder begrüßte von Mitzlaff dazu. Beim Rechenschaftsbericht wies er besonders auf dringend fällige Arbeiten an der Strecke hin. Vor allem vor Uchte seien wieder Gleisarbeiten erforderlich – auf einem Brückenabschnitt wurde Ende 2015 ein Abschnitt gesperrt, der erst nach der Sanierung wieder freigegeben wird. Auch ein Bahnübergang in Warmsen, über den viele Lastwagen rollen, müsse saniert werden und in Lavelsloh seien marode Weichen auszubauen, zählte von Mitzlaff auf. „Insgesamt ein Vorhaben im sechsstelligen Bereich“, rechnete der Vorsitzende vor. Für die Arbeiten steht die Vergabe noch aus und die Samtgemeinde Uchte könne und wolle entsprechende Fördergelder für die Sanierung beantragen, wusste von Mitzlaff.

Im Anschluss blickte er auf die Arbeiten des Vorjahres zurück: Im Februar war der Gehölzschnitt dran, im Mai und Juni erfolgte die Spritzung gegen Unkraut und dann war wieder die Prüfung der Brücken fällig – „alles kostspielige Vorhaben, bevor das Eisenbahn-Bundesamt im September zu seiner zweijährlichen Prüfung anreiste“, erinnerte von Mitzlaff.

Such nach Nachwuchs

zur Entlastung

Alle Arbeiten erledigen die ehrenamtlichen Museumsbahner, soweit möglich, selbst. Die gut 20 Aktiven leisteten auf den Zugfahrten, bei der Streckenunterhaltung und in der Werkstatt im zurückliegenden Jahr 2179 Arbeitsstunden. Dazu komme viel weitere Mitarbeit – angefangen bei der Büro- und Geschäftstätigkeit, womit unterm Strich mehr als 3000 Stunden zusammenkommen. Da der Löwenanteil auf nur wenigen Schultern lastet, sind Nachwuchs-Museumsbahner immer willkommen, machten die Vereinsmitglieder deutlich.

Die knappe Personalsituation bei den Lokführern habe sich mit einem neuen Rahdener Kollegen ein wenig entspannt, zumal auch von außerhalb ehrenamtlich aktives Fahrpersonal helfe, konnte von Mitzlaff wenigstens für diesen Bereich zunächst durchatmen.

Auf der Strecke zwischen Rahden und Uchte wurden 2015 insgesamt 107 Fahrten mit dem historischen Wagen verzeichnet, davon 70 Plan- und Sonderfahrten, die übrigen Arbeits- und Leerfahrten. Damit stieg die Zahl bei der Streckenauslastung etwas an. Die Fahrgastzahlen haben sich ebenfalls leicht erhöht: 3695 gegenüber 3582; auch 163 Räder waren im Zug. Großen Andrang habe es vor allem bei den Nikolausfahrten mit 572 kleinen und großen Fahrgästen gegeben.

Auch Gäste mit eigenen Gefährten kamen auf die Rahdener Strecke: Einen Schienenbus aus Bielefeld begrüßte die Museumsbahn gleich zwei Mal und am 7. Juni fuhr ein Sonderzug nach Tonnenheide, rief von Mitzlaff allen Anwesenden nochmal ins Gedächtnis.

113 Mitglieder zählte der Verein für die Museumsbahn zum Jahreswechsel, die gleiche Zahl wie 2014. „Die Finanzlage ist solide“, erläuterte Christina Schwarze die Kassenführung. Speziell seit langem fällige Erstattungen, beispielsweise aus Unfallschäden sowie die Auflösung des Freundeskreises und seines Vermögens, schlugen ihr zufolge positiv zu Buche. Da auch Torsten Kuhlmann und Walter Tegeler die Vereinskasse geprüft und ihre ordnungsgemäße Führung bestätigt hatten, stand der einstimmigen Entlastung des Vorstands nichts im Wege.

25 Jahre fährt die Museumseisenbahn nun schon, und das Jubiläum soll Ende Mai gebührend gefeiert werden. Das Programm dazu sei in Vorbereitung, alle Gemeinden an der Strecke werden eingebunden, so von Mitzlaff. Zudem soll der historische rot-gelbe Triebwagen T2 mit den beiden passenden Beiwagen zum Einsatz kommen, mit dem alles am 15. April 1991 begonnen hatte.

Saisonstart ist

an Himmelfahrt

Ebenfalls 25 Jahre sind auch vier Mitglieder bei den Museumseisenbahnern in Rahden dabei: An Herbert Steinmeier, Gerhard van Ooyen, Gerhard Bohnhorst und Jürgen Peglow überreichte der Vorsitzende eine Urkunde und ein Schienenbus-Abzeichen.

Die planmäßige Saison beginnt an Himmelfahrt, 5. Mai, und endet am Tag der Deutschen Einheit, 3. Oktober, jeweils mit einer Sonderfahrt auf der historischen Strecke. Der neue Museumsbahn-Fahrplan ist auch im Internet zu finden.

www.museumsbahn-rahden.de

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