Vorschläge zum Wirtschaftswegekonzept

Wehe will kein „Schlafdorf“ sein

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Mediengruppe Kreiszeitung

Wehe - Mit dem Wirtschaftswegekonzept will die Stadt Rahden festlegen, welche Wege im Stadtgebiet wirklich benötigt werden, und welche nicht – denn alle zu unterhalten, kann sie sich nicht leisten. Bei der Kategorisierung des Straßennetzes ist es laut Bauamtsleister Dieter Drunagel „ganz wichtig, dass das örtliche Wissen eingebracht wird“. Genau darum bemühten sich die Weher nun in Ludewigs Landhaus. Sie äußerten bei einer öffentlichen Zusammenkunft gegenüber Drunagel und weiteren Verwaltungsmitarbeitern Wünsche und Verbesserungsvorschläge zum aktuellen Entwurf des Wirtschaftswegekonzepts.

Vor Ort waren rund 40 Einwohner. Mit dem Konzept hatten sich in den vergangenen Wochen jedoch viel mehr Weher befasst. Sie hatten sich zur Vorbereitung in Ortsteil-Gruppen aufgeteilt, berichtete Ortsvorsteher Heinz Grundmann: Die Bewohner von Langenhorst und Twielen, Weher Moor und Heide, Kleinbarl, Großbarl, Masch und Hinterm Felde sowie Husener Straße und Im Strang hatten sich Gedanken gemacht. Bei den Treffen seien teilweise 40 bis 50 Weher zusammengekommen, sagte Grundmann.

Die meisten Änderungs-wünsche drehten sich um Wege, die aus Sicht der Bürger so genannte Anliegerwirtschaftswege seien müssten. In dem aktuellen Entwurf sind sie jedoch nicht als solche gekennzeichnet. Beispiele sind die Straße In den Eickmösen, Bahler Kamp oder Krallhardt, die derzeit ganz oder teilweise als den Anliegerwirtschaftswegen untergeordnete Wege eingezeichnet sind.

Bei Anliegerwirtschaftswegen müssten sich Anwohner im Falle einer kompletten Erneuerung der Straße bis zu 50 Prozent beteiligen, bei Hauptwirtschaftswegen nur mit 30 Prozent. Dafür können Hauptwirtschaftswege breiter – und somit teurer – ausgebaut werden. Alle anderen untergeordneten Wege müssen dem Konzept zufolge nicht in ihrem jetzigen Zustand beibehalten werden. Drunagel betonte, dass nicht auf alle Anwohner von Anlieger- oder Hauptwirtschaftswegen zwangsläufig in den kommenden Jahren Kosten zukommen müssten: Es sei weder ein „Ausbauprogramm“, noch ein „Schredderprogramm“.

Die Stellungnahmen der Weher – wie auch solche aus den anderen Ortschaften – werden schriftlich bei der Stadt eingereicht. „Zu jeder Stellungnahme werden wir uns äußern, zu jeder Stellungnahme wird es eine Abwägung geben“, versprach Drunagel. Auch einzelne Bürger könnten Anregungen einreichen.

Ein weiteres Thema, das Grundmann bei der Versammlung ansprach, waren die Brücken. Das für das Konzept zuständige Planungsbüro hatte angeregt zu überlegen, welche Brücken in Zukunft noch gebraucht werden. Daher fragte der Ortsvorsteher in die Runde, auf welche Übergänge man verzichten könne. Keiner meldete sich. „Die Brücken, die wir haben, wollen wir behalten“, folgerte der Ortsvorsteher.

Es sei wichtig, über Dinge wie das Wirtschaftswegekonzept zu reden. „Wir wollen kein Schlafdorf sein“, betonte Grundmann.

ks

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