Vorhaben offenbar nicht privilegiert

Verwaltung: Stallpläne in Varl nicht zulässig

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Mediengruppe Kreiszeitung

Varl - Eine Landwirtsfamilie in Varl möchte zusätzlich zu ihrem bestehenden Betrieb an der Straße Haßmoor einen Schweinemaststall mit 1250 Mastplätzen, einen Güllesilo, einen Gastank und zwei Futtermittelsilos errichten (wir berichteten). Die Rahdener Verwaltung schlägt der Politik nun vor, im Rahmen des Genehmigungsverfahrens beim Kreis das gemeindliche Einvernehmen zu versagen. Das Vorhaben sei baurechtlich nicht zulässig, heißt es in der Beschlussvorlage für den Bau-, Planungs- und Umweltausschuss, der sich am 10. März in der Aula der Grundschule mit dem Thema befasst.

In ihrer Argumentation verweist die Verwaltung unter anderem darauf, dass sich das Grundstück, auf dem Kathrin Wolter den Maststall errichten will, unmittelbar südlich eines bestehenden Stalls mit 1495 Mastplätzen befindet, der von ihrem Ehemann Michael Wolter betrieben wird. Weil der Abstand zwischen beiden Ställen nur etwa 28 Meter beträgt, das Grundstück für den beantragten Stall ebenfalls Michael Wolter gehört und er in den Antragsunterlagen als dessen Betriebsleiter aufgeführt ist, geht die Rahdener Verwaltung von einem kumulierenden Vorhaben aus. Des Weiteren sieht die Verwaltung zwischen dem geplanten und dem bestehenden Schweinemaststall einen räumlich-betrieblichen Zusammenhang, da auf der Hofstelle Haßmoor 3, die Michael Wolter und dessen Vater gehört, Stallungen für die Ferkelaufzucht genutzt werden. Es sei davon auszugehen, dass diese Ferkel später in die beiden Mast-ställe umgesetzt würden.

Daher müssen nach Auffassung der Verwaltung bei der Frage, ob eine Vorprüfung oder Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich ist, beide Ställe gemeinsam betrachtet werden. Bei einer Gesamtzahl von 2745 Mastplätzen ist eine allgemeine Vorprüfung erforderlich, weshalb es sich nicht um ein privilegiertes Vorhaben im Außenbereich handelt und die Stadt einen Bebauungsplan aufstellen müsste.

Zudem sieht die Verwaltung öffentliche Belange gefährdet, was ebenfalls gegen eine Einstufung als privilegiertes Vorhaben spräche. Da die Grenzwerte für Geruchsimmissionen laut einer von Kathrin Wolter beauftragten Prognose nur sehr knapp eingehalten werden, wäre eine Baulandentwicklung im Norden über eine Flächennutzungsplanänderung und die Aufstellung von Bebauungsplänen aus Sicht der Verwaltung problematisch.

mer

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