Vitamin-C-Bomben explodieren zu Silvester / Geduld von Hans Kubicki zahlt sich aus

Rahdener erntet mehr als 100 Kiwis

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Hans Kubicki lagert einen großen Teil seiner Kiwi-Ernte auf der Terrasse seines Hauses an der Mindener Straße. Nachdem die kleinen Vitamin-C-Bomben vom Baum sind, müssen sie noch einige Zeit nachreifen. Daher wird sich der Rahdener die Kiwis jetzt zu Silvester schmecken lassen.

Rahden - Von Anika Bokelmann. Magnesium, Kalium und Unmengen an wichtigem Vitamin C lagern seit einigen Wochen bei Hans und Sigrid Kubicki im Kühlschrank und auf der Terrasse. Ihr Kiwi-Baum hat in diesem Jahr mehr als 100 Früchte getragen. Die Ernte der Rahdener Kiwis ist damit so reich, wie noch nie.

Und der Baum steht schon seit mehr als zwölf Jahren in dem Garten an der Mindener Straße, blickt Hans Kubicki auf die Anfänge seiner Obstzucht zurück.

„Genießen kann man die Kiwis erst ab Weihnachten oder Silvester“, weiß Kubicki aus den Erfahrungen der Vorjahre. Wenn die Früchte vom Baum gepflückt werden oder von alleine herunterfallen, sind sie noch sehr hart und müssen daher nachreifen. Am besten gelinge das im Gemüsefach im Kühlschrank, verraten die Kubickis.

Wenn die kleine saure Frucht ihre richtige Reife erlangt hat, löffeln sie die Rentner sowie der Rest der Familie und Nachbarn und Freunde, an die Kubicki die Kiwis verschenkt. Sigrid Kubicki kocht zudem Kiwi-Marmelade. Im Internet kamen zudem Vorschläge für einen Kiwi-Schnaps, doch da traut sich die Rentnerin nicht heran.

„Die Kiwis schmecken wie die Früchte, die man aus dem Supermarkt kennt. Aber ich weiß wenigstens, dass die Kiwis ganz natürlich gewachsen sind“, sagt Hans Kubicki, der eher zufällig zu seiner Freizeitbeschäftigung kam, wie er die Gartenarbeit bezeichnet. „Früher war das überhaupt nicht mein Fall“, blickt der 80-Jährige zurück. Gelernt hat Hans Kubicki den Beruf des Kaufmanns, lange Jahre hat er als Busfahrer gearbeitet und ist dabei viel im europäischen Ausland herumgekommen. Von seinen Fahrten und den Begegnungen schwärmt er bis heute.

Bevor er dann vor 16 Jahren in Rente ging, war er noch als Produktmanager in einem lokalen Betrieb beschäftigt. Als Kubicki dann mehr Zeit hatte, widmete er sich neben seinen geliebten Bastelarbeiten auch dem Garten. Dort wachsen neben dem Kiwibaum auch andere Besonderheiten wie Pfirsiche, Feigen und Tayberrys, eine Mischung aus Himbeere und Brombeere.

Den Kiwi-Ableger hat Kubicki in den 90er-Jahren von einem Nachbarn bekommen. „Als ich die Pflanze angepflanzt habe, habe ich nicht damit gerechnet, dass wirklich was daraus wird“, sagt Kubicki. Es sei vielmehr ein Versuch gewesen. Und lange sah es auch so aus, als ob der Baum nur zur Zierde diene. „Erst nach sechs Jahren hat die Kiwipflanze das erste Mal geblüht“, so Kubicki, der die gelben Blüten und die handteller-großen Blätter liebt.

Weitere zwei Jahre später trug die Arbeit um die Kiwi, die laut Kubicki kaum Pflege braucht und lediglich windgeschützt stehen muss, im wahrsten Sinne des Wortes Früchte. „Beim ersten Mal hatten wir zwölf Kiwis, im zweiten Jahr dann 24 Stück“, erinnert sich der Rentner. Vergangenes Jahr seien es dann schon rund 80 Vitamin-C-Bomben gewesen. Mit über 100 Kiwis sei aber das Maximum erreicht.

Aufgrund der großen Anzahl der Kiwis sind die Früchte in diesem Jahr nämlich sehr klein geblieben. „Die hingen wie Trauben an den Ästen“, beschreibt Hans Kubicki bei einem Rundgang durch den kleinen Garten, der nun im Winterschlaf ist.

Überhaupt sei die Kiwi-Pflanze dem Wein ähnlich: Sie rankt an dem Gestell entlang, das Kubicki gebaut hat. Nach dem ersten Frost steht die Obsternte an, im Frühjahr will der Rahdener, der sich auch in der Chronikgruppe der Feuerwehr engagiert, die Kiwi zurückschneiden, denn die Pflanze nimmt mittlerweile schon einen großen Teil seines Gartens ein. „Vielleicht überlebt der Baum das ja“, so Kubicki, der wohl zu Silvester die ein oder andere Kiwi essen wird.

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