Viele Punkte sprechen gegen Tempolimit

Runter vom Gas an Varler Schule

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Mediengruppe Kreiszeitung

Varl - In Abstimmung mit der Kreispolizeibehörde, dem Landesbetrieb Straßen NRW und der Stadt Rahden veranlassen die Verantwortlichen des Straßenverkehrsamtes des Kreises Minden-Lübbecke eine Geschwindigkeitsbeschränkung entlang der Leverner Straße (L557): „Die Geschwindigkeit auf der L557 wird circa 50 Meter vor der Einmündung Lohkamp bis zum Ortseingang Varl (für beide Fahrtrichtungen) durch entsprechende Verkehrszeichen auf 70 km/h reduziert“, heißt es diesbezüglich in einem Schreiben des Kreises. Dieses erhielt Silvia Boelk aus Varl nun als Antwort auf ihre Unterschriftenliste von Dezember vergangenen Jahres.

Mit dieser hatte Boelk zusammen mit 319 weiteren Betroffenen eine Reduzierung der Fahrtgeschwindigkeit auf der L557 gefordert. Als Grund dafür gibt die zweifache Mutter die „besondere Gefahrenlage für Schulkinder“ an, denn die Varler Grundschule liegt in unmittelbarer Nähe des laut Boelk unübersichtlichen Bereichs und viele Kinder müssten für ihren Schulweg die Leverner Straße queren. Auch Boelks Kinder sind davon betroffen. Zudem gelte auf der Parallelstraße, der Oppenweher Straße (K60), ein Tempolimit von 70 Kilometer pro Stunde aufgrund der Schulbushaltestellen.

In diversen Punkten sieht die zuständige Behörde eine Reduzierung der bislang erlaubten 100 Kilometer pro Stunde auf dem betroffenen Abschnitt der L557 als „nicht zulässig“ an: Weder gebe es ein erhöhtes oder auffälliges Unfallgeschehen, noch würden Verkehrsteilnehmer die Höchstgeschwindigkeit überschreiten. „Aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens ergeben sich ausreichend Zeitlücken, um die Straße sicher zu queren“, stellt das Straßenverkehrsamt bezüglich Boelks Bedenken fest.

Unfallauswertungen der Kreispolizeibehörde hatten gezeigt, dass sich vor Ort innerhalb von drei Jahren drei Unfälle ereignet hatten, die jedoch im Zusammenhang mit Wildwechsel und Fahrfehlern in Zusammenhang gebracht werden konnten. „Im Bereich der Einmündung Varler Schulweg gab es keinen Unfall“, informiert der Kreis. Verkehrsteilnehmer würden anhand von Verkehrszeichen auf die Besonderheit des Schulwegs hingewiesen, erinnert die Behörde.

Da Geschwindigkeitsbeschränkungen jedoch aus Sicherheitsgründen angeordnet werden dürfen und „unter Berücksichtigung der nicht vorhandenen Sonderwege für Radfahrer und Fußgänger“ erteilt der Kreis trotz aller Einwände die Anordnung zur Aufstellung der Verkehrszeichen. Diese „ergeht an den zuständigen Baulastträger“, teilt der Kreis mit.

abo

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