Sanierungsarbeiten auf Museumshof-Gelände

Viel Eigenleistung und hohe Kosten

Rund 220 Holzpfähle haben die Verantwortlichen des Museumshof-Teams verbaut, um die Weideneinzäunungen wieder ansehnlich zu gestalten. - Archivfoto: Bokelmann

Rahden - Den Museumshof in Rahden gibt es nun seit 50 Jahren und das Jubiläum soll umfassend gefeiert werden (wir berichteten). Doch damit das Freilichtmuseum in Kleinendorf weiter bestehen bleibt und sich vor allem attraktiv präsentiert, sind stets diverse Arbeiten nötig. Über die Sanierungsarbeiten auf dem Gelände im Schatten der Rahdener Burgruine berichtet jetzt Lena Meyer als Leiterin des Museumshofes.

„Unsere Helfer haben schon alle Balken des Holzzauns ausgetauscht“, sagt Meyer und ergänzt: „Das sind insgesamt rund 220 Pfähle.“ Vom Spielplatz über die Schafweide bis zu den alten Gebäuden wurden die morschen Balken an der Eingrenzung gewechselt. Am Museumsgarten galt es, den Weidezaun zu erneuern. Dazu wurden die Weiden zunächst geschnitten, bevor im Rahmen der Aktionstage das Flechten vor Publikum vorgenommen worden war. „Zahlreiche Ehrenamtliche haben uns dabei geholfen“, lobte Meyer das Engagement für die touristische Attraktion der Stadt.

Zudem wurde die Pflasterung an der Einfahrt zum Hof sowie der Eingangsbereich des Haupthauses ausgebessert. In Eigenleistungen haben die Verantwortlichen des Museumshofs dort die Steine in ihrer Höhe angeglichen.

Für eine freie Sicht auf die Burgruine hatten Mitarbeiter des Bauhofs bereits im März gesorgt und die Bäume und Sträucher rund um die ehemalige Wasserburg, die um 1296 entstanden ist und durch einen Blitzschlag zerstört wurde, entfernt beziehungsweise gekürzt. Auch dem Bewuchs auf der Burgruine wurde Meyer zufolge zu Leibe gerückt und ferner das Totholz auf dem Museumshofgelände entfernt, so die Tourismusbeauftragte.

Doch mit diesen Arbeiten, die größtenteils in Eigenleistung verrichtet wurden, ist es noch nicht getan: Da in der Böttcherei und der Magdkammer im Haupthaus der Lehmboden allmählich absacken, muss dieser ausgebessert werden, bevor möglicherweise Exponate in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Kosten werden sich auf etwa 9 500 Euro belaufen, geht aus einem Kostenvoranschlag aus dem Jahr 2014 hervor.

„Der alte Holzschuppen ist inzwischen auch schon ziemlich morsch“, berichtet Lena Meyer über den kleinen Unterstand, der derzeit nur noch für die Lagerung von Holzresten zum Heizen des Backofens genutzt wird. In Eigenleistung soll ein neuer Schuppen entstehen, der dann auch für die museumspädagogischen Angebote genutzt werden soll. Nur für das Material würden laut der Museumshofleiterin rund 2 700 Euro fällig.

Auch die Reetdächer der historischen Gebäude müssen saniert werden – Remise (rund 18 000 Euro), Schafstall (15 500 Euro), Speicher (11 500 Euro) und Backhaus (7 500 Euro) haben es nötig. An der Rossmühle stehen ebenfalls Arbeiten am Dach an, da „die Dachziegel nicht mehr sturmsicher sind“, führt Meyer aus. Auf die Holzgeräte wurde es inzwischen durchregnen und auch die Strohdocken unterm Dach lösen sich allmählich auf. Vertreter des Mühlenbauhofs werden sich in Kürze einen Überblick verschaffen und die Kosten für diese Maßnahme ermitteln. - abo

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