Verträge für Gas und Strom laufen 2016 ab

Verwaltung muss über Anbieter entscheiden

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Mediengruppe Kreiszeitung

Rahden - Am 30. September 2016 enden die aktuellen Strom- und Gasverträge der Stadt Rahden. Die ersten Schritte für die rechtzeitige Neuvergabe der Konzessionen hat die Verwaltung nun auf den Weg gebracht. Dr. Ralf Togler von der Kommunal-Agentur NRW stellte vor, was die Konzessionen überhaupt regeln und welchen Einfluss die Verwaltung auf das Vergabeverfahren hat.

Die Verträge regeln demnach unter anderem die Gestaltung der Wegenutzung sowie die Leitungen für Gas und Strom. Laut Gesetz müssen die Kommunen das Auslaufen der Verträge rechtzeitig bekanntgeben und neu ausschreiben. Denn die Versorgung wird laut Togler vom Verbraucher mit dem jeweiligen Versorgungsunternehmen einzeln geregelt. „Der Wettbewerb muss transparent, diskriminierungsfrei und begründet sein“, unterstrich der Fachmann.

Bedingung für neue Konzessionsverträge, die in der Regel eine 20-jährige Laufzeit haben, sei es, eine sichere, preiswerte und effiziente Versorgung der Bevölkerung zu erreichen.

Bei den Auswahlkriterien für den künftigen Anbieter will die Stadt mit der Kommunal-Agentur zusammenarbeiten und entsprechende Angebote einholen. Bei der Auswahl sollte auch die Gestaltung des Kundenservices eine Rolle spielen, erinnerte Togler auf den Hinweis von Bauamtsmitarbeiter Ludger Ellers, dass die Betreuung durch den Anbieter sehr schwierig geworden sei.

Zunächst müssten sich die Anbieter ein Bild vor Ort machen, erklärte Togler auf die Frage von Friedrich Schepsmeier (SPD), ob es im ländlichen Raum überhaupt große Auswahlmöglichkeiten gebe. „Ein städtisches Netz hat Vorteile“, verheimlichte Togler jedoch nicht.

Zudem wünscht sich Schepsmeier, dass Photovoltaik- und Windkraftanlagen bei den Konzessionsverträgen berücksichtigt werden. Schließlich hätten die Anbieter schon jetzt teilweise Schwierigkeiten, ihren Strom abzusetzen, erinnerte er. „Das werden wir bei der Auswahl des Anbieters berücksichtigen“, merkte Togler an. In erster Linie müsse aber ein sicheres Netz gewährleistet sein.

Weiterhin informierte der Vertreter der Kommunal-Agentur, dass die Stadt selbst und die Eigenbetriebe einen Preisnachlass auf die Entgelte bekommen werden.

abo

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