Rahdener Gymnasiasten begeistern mit ihrem Stück „Speed-Dating“

Verliebt in 45 bis 90 Minuten

Wenn beim Speed-Dating die spirituelle Yogalehrerin auf den selbstoptimierten Manager trifft, führt das unweigerlich zu Turbulenzen. Ihre Rollen verkörperten die Oberstufenschüler des Rahdener Gymnasiums in ihrem neuen Theaterstück perfekt. - Foto: Rohlfing

Rahden - Von Sonja Rohlfing. 45 bis 90 Minuten reichen aus, um sich zu verlieben. Vorausgesetzt man stellt die richtigen Fragen. Das behauptet zumindest ein kanadischer Psychologe. Hassan, Besitzer einer Döneria, und eigentlich längst vergeben, macht bei diesem Liebeskarussell nur mit, um seinem Freund einen Gefallen zu tun und weil er „deutsche Eltern zu entscheidungsschwach“ findet.

Mit der unterhaltsamen Komödie „Speed-Dating – Liebe auf Knopfdruck“ begeisterte jetzt der Grundkurs Literatur der Jahrgangsstufe Q1 des Rahdener Gymnasiums das Premierenpublikum in der Aula der Schule. Während die Romantikerin und der Introvertierte ohne Freunde, aber mit Selbstzweifeln, die wahre Liebe suchen, sind andere nur auf einen Perspektivwechsel aus.

So trifft der Schützenfestfreund auf die emanzipierte, städtische Autoschrauberin, die einen Samenspender sucht. Der organisierte Controller würde am liebsten selbst bei der Partnerwahl nichts dem Zufall überlassen. Aus Sicht des Sportlers und der ehrgeizigen Tänzerin hätte das Anbahnungsgespräch gern noch länger dauern dürfen.

Andere können den Gong des Moderators kaum abwarten, wie die Yogalehrerin und der Manager. Er sieht sich selbst als Sahnehäubchen der Veranstaltung, ist Wirklichkeit aber ein selbstoptimierter Kühlschrank mit American-Express-Karte als bestem Begleiter. Turbulenzen sind da vorprogrammiert. Und dann platzt mitten in das Speeddating auch noch der Bohmter Europachor. Kein Wunder, dass der Moderator kurz vor der Verzweiflung steht.

Neben allem Witz thematisiert die professionelle Inszenierung unterschiedliche Vorstellungen vom Leben, der Liebe und der Sexualität. Dadurch bekommt das Stück, bei dem Renate Heeren Regie führte und Ulrike Detert für die musikalische Leitung verantwortlich war, zusätzlich nachdenkliche Wendungen. „Wir haben uns mächtig ins Zeug gelegt und hoffen, dass es euch gefallen hat“, merkt Jasper Ostermeier an. Das hatte es, wie der intensive Applaus des Publikums zeigte. Auch Schulleiterin Ingrid von Mitzlaff wirkte bestens unterhalten.

Als Schauspieler treten auf Malte Lüttermann, Eray Cingöz, Michelle Daniel, Malin Büttemeier, Lennart Meier, Torben Klostermann, Violetta Mastel, Rebecka Esau, Jasper Ostermeier, Bastian Greb, Samira Martens, Alina Wehrmann, Kathrin Rolgeiser, Franziska Langelahn, Eleah Langewellpott, Torsten Barkhüser, Romy Reuter und Ann-Kathrin Merle. Im Chor singen Bilgehan Arikan, Merve Demir, Nursev Demirtas, Jana Dunau, Jana Durnio, Enes Gürleyen, Gaye Kocabas, Laura Kusche, Sina Lehde, Paula Melcher, Vivien Plewka, Maria Schäfer, Mareile Schiller, Yasmin Schomaeker und Sara Schulze. Ferner wirken mit Theresa Bonfert (Regieassistenz und Souffleuse), Vanessa Würfel (Regieassistenz), Lea Bohnhorst (Klavier) und Timon Ewald (Technik).

Zu sehen gibt es die Komödie noch morgen und Donnerstag, 9. Juni. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr in der Aula des Gymnasiums. Karten sind im Vorverkauf in der Schule oder in der Buchhandlung „Das Buch“ erhältlich. Jugendliche zahlen vier Euro, Erwachsene fünf. An der Abendkasse kosten die Karten einen Euro mehr.

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