Verkaufserlös von 3264,30 Euro gehen in den Topf der Lübbecker Land Tafel

Erster Kunstkalender übertrifft die Erwartungen

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Da die Rahdener Bürger und Firmen so großes Interesse an dem ersten Kunstkalender hatten, überreichten die Künstler nun den Erlös aus dem Verkauf als Spende an Helga Berghorn-Detering (2.v.l.) von der Rahdener Tafel.

Rahden - Ohne die Unterstützung der Ehrenamtlichen wäre die Arbeit der Lübbecker Land Tafel nicht möglich. Das unterstrich Helga Berghorn-Detering am Mittwoch bei einer Spendenübergabe. Denn neben dem freiwilligen Engagement ist die Tafel auf finanzielle Hilfe angewiesen. Mit 3264,30 Euro aus dem Verkauf des ersten Rahdener Kunstkalenders können die Verantwortlichen nun arbeiten.

Eine „sehr erfreuliche Bilanz“ zog Rainer Benk als Mitinitiator des Kunstkalenders in der Stadtsparkasse. Dort waren die Originalmotive des Jahresbegleiters ausgestellt worden, erinnerte Benk und bedankte sich bei Anette Grewe und Hartmut Jork vom Geldinstitut.

Außerdem richtete er einen Dank an die Geschäfte und Abnehmer, die den Verkauf unterstützt hatten, an die Firma WUB-Druck sowie „last but not least die Rahdener Künstler“.

Nachdem die Organisatoren zu Beginn von einer 250 Stück umfassenden Auflage ausgegangen waren, bezifferte Benk nun zum Abschluss des Projekts, das im Spätsommer aus der Taufe gehoben worden war, die Zahl der verkauften Exemplare auf 650. Dies sei auch einer Bestellung der Familie Meyer vom Schloss Rahden zu verdanken, so Benk.

„Im Vorfeld wurde ermittelt, mit welchem finanziellen Risiko jeder beteiligt ist“, blickte der Ideengeber zurück. „Trotz des möglichen Verlustes waren sich alle einig, dass wir das schaffen“, sagte er stolz.

Die zwölf heimischen Künstler kamen am Mittwoch zusammen, um Bilanz zu ziehen und verkündeten, dass sie den Erlös von 3264,30 für eine gute Sache stiften. Bereits im Vorfeld war klar: Die Lübbecker Land Tafel soll von dem Kunstkalender profitieren. „Die Spendensumme fließt in den großen Topf der Tafel“, erklärte Berghorn-Detering zum Verwendungszweck. Aus diesem werden alle Ausgabestellen, Espelkamp, Lübbecke, Pr. Oldendorf, Hüllhorst, Rahden und Stemwede, bedacht. „Für Rahden werden wir bei Bedarf das Geld entsprechend abrufen“, so die Mitarbeiterin der Rahdener Ausgabestelle. Berghorn-Detering weiß, dass „immer mal etwas kaputt geht und neu angeschafft werden muss“. So brauchte die Rahdener Tafel im vergangenen Jahr ein neues Kühlfahrzeug, das mit der Unterstützung von Spenden angeschafft wurde. „Ohne finanzielle Unterstützung wäre das nicht möglich“, so Berghorn-Detering. Rücklagen seien das A und O der Organisation.

Die Ausgabestelle in Rahden öffnet jeweils donnerstags von 9.30 bis 11.30 Uhr am evangelischen Gemeindehaus ihre Türen für die Lebensmittelausgabe. Seitdem die Zahl der Flüchtlinge in Rahden stetig steigt, verzeichnen die Mitarbeiter dort eine stärkere Nachfrage, erklärte Helga Berghorn-Detering. „Wir haben aber noch ausreichend Lebensmittel für unsere Kunden“, sagte sie und bedankte sich bei den Akteuren der Arbeitsgruppe Integration/ Asyl des Rahdener Präventionsrates für die Kooperation und Hilfe.

Der Erfolg des ersten Kunstkalenders hat noch einen weiteren positiven Effekt: Im Spätsommer wollen die Künstler wieder zur Tat schreiten und einen zweiten Kunstkalender für das Jahr 2017 planen – „ganz nach dem Motto von Rahdenern für Rahden“, sagte Rainer Benk. Zudem wünschen sich die Männer und Frauen einen intensiveren Austausch unter den Kunstschaffenden. Ihnen schwebt ein Stammtisch vor, aber genauere Pläne gibt es diesbezüglich noch nicht.

abo

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