Mit Standort des neuen Gerätehauses unzufrieden / Ruhnau: Entscheidung nicht nachvollziehbar

Varler Wehrleute wollen Dienst quitieren

Varl - Der Rahdener Rat soll in der nächsten Woche den Bau eines gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses für die Löschgruppen Sielhorst und Varl in Kleinendorf beschließen. Die Größe der Löschgruppe Varl könnte sich in dann nahezu um die Hälfte reduzieren, denn 13 der rund 30 Varler Feuerwehrleute sind mit der Wahl des Standortes an der Lemförder Straße nicht einverstanden und haben angekündigt, ihren Dienst nach dem Votum zu quittieren.

Sie begründen ihre Entscheidung damit, dass Bereiche in Varlheide aus Kleinendorf nicht frühzeitig genug erreicht werden können. Rahdens Wehrführer Mark Ruhnau bezeichnet das Vorgehen als „mehr als unglücklich“. Nachvollziehen kann er es nicht. Varlheide sei vom neuen Gerätehaus 1,5 Kilometer weiter entfernt. „Bei einer Alarmfahrt sollte es mit einer Minute mehr getan sein“, glaubt Ruhnau nicht an einen Nachteil für Varlheide. Ganz im Gegenteil. Durch die Zusammenlegung der beiden Löschgruppen stünden doppelt so viele Einsatzkräfte zur Verfügung, was bedeute, dass das Einsatzfahrzeug schneller besetzt sei und schneller ausrücken könne.

Nach Einschätzung des Wehrführers wird die Gesamtsituation für Varl und Sielhorst durch das neue Gerätehaus, das neue Einsatzfahrzeug und neue Technik deutlich verbessert. Bei anderen Löschgruppen habe man gesehen, was für einen Motivationsschub das gebe. Außerdem helfe die Moderniesierung, neue Leute in die Feuerwehr zu bekommen.

Die Wehrführung hat sich laut Ruhnau bereits darauf eingerichtet, die Austritte auszugleichen. Im Wesentlichen bedeutet das, dass bis zur Fertigstellung des neuen Gerätehauses die Rahdener Wehr nun auch bei kleineren Einsätzen in Varl mit ausrückt. Bei größeren Einsätzen ist sie ohnehin immer dabei.

Den Standort noch einmal zu überdenken, um die 13 Feuerwehrleute zu halten, ist für Ruhnau keine Alternative. Drei Jahre lang habe man nach einem Grundstück gesucht, die jetzt gefundene letzte Alternative liege bis auf wenige Meter genau in der Mitte zwischen Sielhorst und Varl. „Wir brauchen jeden Feuerwehrmann, aber irgendwann muss man auch mal eine Entscheidung treffen“, stellt Ruhnau klar.

Auch die Sielhorster haben mit dem Kleinendorfer Standort kein Problem, ebensowenig wie der Varler Löschgruppenführer Alexander Thie. Er trägt den gewählten Standort mit und will auf keinen Fall aufhören. Die Entscheidung einiger seiner Kollegen kommentiert Thie nicht weiter. „Das ist jedem selber überlassen.“ - mer

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