SPD Varl-Varlheide will Gerätehaus und Windvorranggebiete vorantreiben

Mitgliederbetreuung ist vorerst Chefsache

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SPD-Fraktionsvorsitzender Friedrich Schepsmeier (links) leitete die Wahlen der Versammlung des SPD-Ortsverbandes Varl-Varlheide. Sigrid Kern-Ahlers, Stefan Meyer, Willi Gerkens, Frank Starke, Thomas Kellen, Gerhard Eikenhorst und Günter Meyer (v.l.) wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Varl/Varlheide - Die Besetzung von Vorstandsposten ist selten eine leichte Aufgabe. Der SPD-Ortsverein Varl-Varlheide ist da keine Ausnahme. Weil sich während der Jahreshauptversammlung im „Goldenen Hecht“ kein williges Parteimitglied fand, ist der vom Kreisverband geforderte neue Posten des Mitgliederbeauftragten zunächst Chefsache.

Vorsitzender Günter Meyer erklärte sich bereit, die Aufgabe zu übernehmen. „Als parteipolitisch wichtigste Zukunftsaufgabe sehe ich die auch vom Kreisverband geforderte Mitgliederwerbung an. Um als Ortsverein selbstständig zu bleiben, ist es unumgänglich, junge Mitglieder zu gewinnen und an die Parteiarbeit heranzuführen“, so Meyer.

Umso zügiger waren die übrigen Vorstandswahlen vom Tisch. Einstimmig Wiederwahl hieß es für Meyer, dessen Stellvertreter Frank Starke, Kassierer Thomas Kellen, Schriftführerin Sigrid Kern-Ahlers und die Seniorenbeauftragten Willi Gerkens und Gerhard Eikenhorst. Stefan Meyer und Claus-Dieter Brüning sind die Personalvorschläge für die Stadtverbandsversammlung und den Kreisparteitag. Torsten Kuhlmann schlug der Ortsverein zur Wiederwahl als Stadtverbandsvorsitzenden vor.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Friedrich Schepsmeier, der auch die Wahlleitung übernommen hatte, berichtete anschließend aus der Ratsarbeit. Seit der Wahl des neuen Bürgermeisters Dr. Bert Honsel hätten sich die Verhältnisse im Rat verbessert, die neue Beratungskultur des Verwaltungschefs zahle sich aus, meinte Schepsmeier. Mit Blick auf die Finanzen der Stadt mahnte er, man müsse aufpassen, dass „die Stadt nicht das Tafelsilber verjubelt“ und forderte zum konsequenten Sparen auf.

Weiteres Thema waren die neuen Einwohner Rahdens, sprich die Flüchtlinge. Gerade im zurückliegenden Jahr sei es eine große Herausforderung gewesen, für so viele Flüchtlinge Wohnraum zu schaffen und sie in die gesellschaftlichen Strukturen zu integrieren. Dennoch habe Rahden die Situation gemeistert. „Die hier lebenden Flüchtlinge sind eine Bereicherung für Rahden – sie können das ländliche Leben voran bringen“, machte Schepsmeier deutlich.

Eingangs hatte Meyer an das vergangene Jahr erinnert. Leider hätten alle Bemühungen im Bürgermeisterwahlkampf nicht ausgereicht. „Jetzt müssen wir versuchen, aus der jetzigen Situation das Beste zu machen und mit den ehemaligen Bündnispartnern einiges von unseren Ideen umzusetzen“, so Meyer.

Als wichtiges und zukunftsweisendes Projekt nannte er den Anbau an der Grundschule. „Dieses ist sicher eine sehr wichtige Investition in die Zukunft des Schulstandortes Varl gewesen.“ Auch auf dem Friedhof konnten erste Pflegemaßnahmen umgesetzt wurden. „Hier müssen wir am Ball bleiben“, betonte Meyer.

Die wirklich schwierigen Projekte habe man im 2015 doch nur sehr verhalten angefasst. So seien die Windvorranggebiete, das Wirtschaftswegekonzept und vor allem auch das gemeinsame Feuerwehrgerätehaus Varl-Sielhorst dem neuen Bürgermeister mit übergeben worden. „Dieses sind Themen, mit denen wir uns in naher Zukunft beschäftigen müssen, genau wie mit der Ausweisung von Bauplätzen oder vielleicht auch mit der Ansiedlung eines Backshops, um ein Minimum an Infrastruktur vor Ort zu erhalten“, sagte Meyer.

hm

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