Umgestaltung im Lerchenweg nicht möglich / „Versammlung mit Handicap“

Infos hätten Ärger erspart

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Um die Leitungen zu erneuern, müssen die Arbeiter an die Kanalschächte. Eine einheitliche Oberfläche ohne Risse kann nur wiederhergestellt werden, wenn die komplette Fahrbahn am Lerchenweg und an der Weher Straße gemacht wird.

Rahden - Nach den Sommerferien soll es in Rahden eine Anliegerversammlung geben. Dabei wird es um die nötigen Arbeiten an der Straße Lerchenweg und Weher Straße gehen, denn die Bewohner sollen ihre Ideen und Wünsche noch in die Pläne einbringen. Der Baubeginn soll Angaben von Bauamtsmitarbeiter Ludger Ellers zufolge dann im kommenden Jahr „so früh wie möglich“ sein.

Weil der Mischwasserkanal in dem Bereich der beiden Straßen in die Jahre gekommen ist, sollen die Versorgungsleitungen erneuert werden. „Ähnlich wie wir es an der Weller Straße gemacht haben“, erinnert Ellers. Dafür sei es nötig, die Fahrbahn aufzubrechen.

Dies soll auf der gesamten Breite der beiden Straßen passieren, da insgesamt 34 Stellen angefasst werden müssen – rund 21 Hausanschlüsse sowie 13 Straßeneinläufe müssen erneuert werden. Damit nicht in einigen Jahren erneut saniert werden muss, sollen alle Leitungen erneuert werden.

Damit würden spätere Straßenaufbrüche und ein „Flickenteppich“ vermieden, erklärt Ellers. Erfahrungen hätten gezeigt, dass insbesondere an solchen Schnittstellen bereits nach kurzer Zeit wieder Schäden auftreten könnten. Um einen „erhöhten Unterhaltungsaufwand“ zu vermeiden, habe man sich zu dieser Schritt entschlossen.

Eigentlich hätten die Arbeiten schon im Mai losgehen sollen, erinnert Ellers. Allerdings hatte sich die Entnahme von Proben verzögert. Bianca Winkelmann (CDU) und Carsten Zimmermann (FWG) loben die Tatsache, dass die Anwohner noch ihre Wünsche einbringen können. Jedoch erinnerte Ellers daran, dass der Lerchenweg keine Umgestaltungsmöglichkeiten biete. „Die Straße muss 1:1 wieder hergestellt werden“, erklärte er, dass die von Zimmermann angesprochene Verkehrsberuhigung nicht realisierbar sei.

Die Kosten für die Tiefbauarbeiten, rund zwei Drittel des Gesamtinvestitionsvolumens, trägt der Abwassereigenbetrieb. Die übrigen Kosten für die Fahrbahn und Oberflächenentwässerung teilen sich auf den Straßeneigenbetrieb und die Anwohner des Lerchenwegs auf – denn dieser ist eine Anliegerstraße.

Von Summen um 1500 Euro pro Anschluss war nun die Rede, als Ellers die Pläne dem Rat vorstellte. „Die Bürger werden wieder zur Kasse gebeten“, meinte SPD-Fraktionsvorsitzender Friedrich Schepsmeier. Allerdings klingen die Pläne für ihn fundiert und es sei vermutlich die beste Lösung. „Man hätte erst informieren müssen“, meinte Schepsmeier mit Blick auf die Kritik einiger Anwohner, „dann hätte man sich eine Menge Ärger erspart“.

„Das hat sich blöd überschnitten“, gab Ellers zu und machte darauf aufmerksam, dass „wir immer noch rechtzeitig informieren“. Zudem habe er noch keine Kosten-Ermittlung in Auftrag gegeben. „Das sind alles Circa-Beträge“, so Ellers. Auch bei der Versammlung würden noch nicht alle Eckpunkte abschließend geklärt sein – der Bauamtsmitarbeiter sprach daher von einer „Bürgerversammlung mit Handicap“.

Die Ausschreibung für die Arbeiten soll im Herbst rausgehen, weil dadurch laut Ellers günstigere Ergebnisse erzielt werden. Damit könne ferner eine Winterbaustelle vermieden werden, erklärte Ellers zur Entscheidung für den neuen Zeitplan.

abo

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