Umgehungsstraße auf Tag X verschoben

Mischgebiet im Südöstlichen Vordamm

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Mediengruppe Kreiszeitung

Rahden - Bei den Plänen für den Bereich Südöstlicher Vordamm in Rahden steht die Stadt am Ende des Verfahrens, teilt Dieter Drunagel mit. Der Bauamtsleiter erinnert daran, dass es nach der öffentlichen Auslegung im März keine wesentlichen Stellungnahmen gegeben hatte und der Satzungsbeschluss damit nur noch eine Formsache sei. Bei einer Gegenstimme einigten sich die Mitglieder des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses nun im Rathaus auf eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans. Dieser sieht vor, auf dem ein Hektar großen Gebiet eine gemischte Baufläche auszuweisen.

Matthias Desmarowitz vom Planungsbüro IPW aus Wallenhorst erklärte im Ausschuss, dass die Fläche im Außenbereich für ein privilegiertes Vorhaben gesichert werden soll. „Mit dem Bebauungsplan schaffen wir Planungssicherheit für die Grundstückseigentümer“, so der Ingenieur. In dem Rahdener Randgebiet könnten Häuser mit maximal zweigeschossiger Bauweise entstehen. Die Flächen dürften dabei zu 60 Prozent versiegelt werden.

Zu den Bedenken der Landwirtschaftskammer, dass die Ausgleichsflächen nicht angemessen bedacht worden seien, merkte Desmarowitz an, dass diese Gebiete bereits im Eigentum der Stadt seien und dort eine Streuobstwiese denkbar sei. „Damit entsteht dort keine völlig andere Nutzung, weil die Flächen auch jetzt nicht für die aktive Landwirtschaft genutzt werden“, so der Planer. Aufgrund des Hinweises von der Bezirksregierung Münster hatte die Verwaltung auch die Bundeswehr bezüglich des Luftverkehrs beteiligt. Diese hatte keine Bedenken geäußert.

Ferner erinnerte Desmarowitz an die Intention der Stadt, sich die Fläche für eine Umgehungsstraße zu sichern. Diese stehe zwar noch nicht weiter zur Diskussion, „könnte aber an Tag X gebaut werden“. Daher müssten innerhalb der festgesetzten Fläche passive Schallschutzmaßnahmen getroffen werden, da von der geplanten Straße entsprechende Immissionen zu erwarten seien.

Desmarowitz geht davon aus, dass der Flächennutzungsplan im Herbst genehmigt und damit eindeutiges Baurecht geschaffen werde.

abo

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