Umbau der Toilettenanlage der Weher Auferstehungskirche abgeschlossen

Verkaufte „Talente“ machen Arbeiten möglich

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Günter Knost (l.) und Herbert Möller (r.) freuen sich mit Pfarrer Rainer Rohrbeck über das behindertengerechte WC.

Wehe - Der Gedanke der Sanierung und des behindertengerechten Umbaus der Toilette der Weher Auferstehungskirche beschäftigte Kirche und Gemeindemitglieder schon seit Jahren. In der zweiten Augusthälfte war es endlich soweit: Die stillen Örtlichkeiten wurden umgebaut, die Arbeiten vor gut vier Wochen abgeschlossen. Grund genug, den Einsatz der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer mit einem Dankeschön-Abend zu feiern.

„Ohne Euch hätten wir das Projekt nicht stemmen können“, sprach Gemeindepfarrer Rainer Rohrbeck den rund 20 Aktiven seinen Dank aus, bevor diese sich bei leckerem Essen vom Landfrauenservice auf den Abend einstimmten.

„Wir haben vor zwei Jahren das 50-jährige Bestehen des Gotteshauses gefeiert. Da war uns schon klar, dass die sanitären Anlagen nach einem halben Jahrhundert eine Erneuerung nötig haben“, so der Seelsorger. Sowohl die Damen- als auch die Herrentoilette wurden in Angriff genommen. Durch einen Vorbau zwischen den beiden Räumen wurde zudem ein behindertengerechtes WC integriert. „Angesichts des demografischen Wandels, der auch vor unserer Ortschaft nicht Halt macht, war dies dringend erforderlich“, weiß Rohrbeck. Bereits vor fünf Jahren wurde eine ähnliche Maßnahme in der Tonnenheider Kirche umgesetzt.

Eine Vielzahl freiwilliger Helfer entfernte in Wehe zunächst die alten Wände, errichtete neue Mauern, legte Fliesen und verkleidete die Decke. „Andere haben sich durch permanentes Mitdenken, Planen und die Vorbereitung von Verpflegung eingebracht sowie immer wieder aufs Neue rund um die Baustelle sauber gemacht, damit das Gemeindeleben reibungslos weitergehen konnte“, lobte Rohrbeck.

Für die Zeit des Umbaus stand den Besuchern des Gotteshauses die Bürotoilette zur Verfügung. Auch die Handwerksbetriebe vor Ort unterstützten die Aktion mit Material und Arbeitsgeräten oder Fachwissen. Günter Knost vom gleichnamigen örtlichen Baugeschäft hatte gewissermaßen als Bauleiter die Fäden in der Hand, unter der Regie von Herbert Möller verliefen die Mauer- und Fliesarbeiten.

Rund zehn- bis zwölftausend Euro mussten in die Baumaßnahme investiert werden. „Wir haben schon seit einigen Jahren gesammelt. Ziel ist es, dass gesamte Projekt über Spenden zu finanzieren“, hofft Rohrbeck. Dazu wählte der Geistliche in Anlehnung an das biblische Gleichnis von Jesus und den anvertrauten Talenten einen ungewöhnlichen Weg. Unlängst bekamen nach einem Gottesdienst alle anwesenden Gemeindemitglieder – 80 an der Zahl – fünf Euro in die Hand, verbunden mit der Idee, damit entsprechend ihrem Talent etwas Sinnvolles für die Gemeinschaft zu unternehmen. „Frauen haben Kuchen für Kaffeekränzchen gebacken, bei denen ein kleiner Obolus eingesammelt wurde. Andere investierten das Geld in Material zum Basteln, Malen, Stricken oder Nähen, um das Hergestellte dann für höhere Beträge zu verkaufen“, nannte Rohrbeck einige Beispiele findiger Ideen der „Geldvermehrung“.

Er selbst und das Presbyterium seien gespannt, wie weit sich das „Talent“ vermehrt habe. Bis zum ersten Advent können die Beträge noch abgegeben werden. Allen Spendern sprach Rohrbeck schon jetzt seinen großen Dank aus und lud dazu ein, nach dem Gottesdienst am ersten Advent, 29. November, beim Kirchenkaffee Rückschau zu halten, was aus den „Talenten“ möglich wurde.

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