Thomas Krüger eröffnet nächste Woche seine „Röstgrad Manufaktur“

Von der Bohne zum Getränk

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Aus den rohen, grünen Kaffeebohnen entsteht im Trommelröster bei hohen Temperaturen die Grundlage für die Arbeit von Kaffee-Sommelier Thomas Krüger.

Tonnenheide - Von Anika Bokelmann. Was lange währt, wird endlich gut. Dieses Motto könnte auch für Thomas Krüger gelten. Der Tonnenheider hatte vor mehr als einem Jahr die Idee, eine Kaffeerösterei zu eröffnen. Eine lange Bauphase, unvorhergesehene Arbeitsschritte und der Hang zur Perfektion haben das Projekt in die Länge gezogen. Doch am Mittwoch will Krüger seine „Röstgrad Manufaktur“ eröffnen.

Noch sind die Räume nicht ganz fertig und es stehen den Vermutungen des 45-Jährigen zufolge einige Nachtschichten für ihn und seine Frau Katrin sowie weitere Helfer an. Doch ab Mitte nächster Woche sind Gäste in dem kleinen Anbau an der Straße Linteln, nahe der niedersächsischen Grenze, gern gesehen.

Als erstes betreten Kaffeeliebhaber bei Krüger den Verkaufsraum und Empfangsbereich. Dort werden schon bald neben dem selbstgerösteten Kaffee auch Zubehör wie Gläser und besondere Kannen zum Verkauf stehen. Früher war an dieser Stelle ein weitestgehend ungenutzter Teil des Wohnhauses.

Vom Empfang aus erreicht man auf der einen Seite den Technikraum mit dem Herzstück der Manufaktur – dem 450 Kilogramm schweren Trommelröster. Dieser ist seit seiner Lieferung schon oft gelaufen, was an den Tonnen mit verschiedenen Kaffeebohnen erkennbar ist. Im Röster wird aus dem Rohkaffee bei Temperaturen bis zu 200 Grad Celsius Röstkaffee.

Dieser wird im weiteren Verlauf gemahlen und zu dem aromatischen Heißgetränk verarbeitet. Über jeden Arbeitsschritt führt Thomas Krüger genau Buch – „das ist Vorschrift vom Zoll“, erklärt er. Dabei hilft ihm auch die moderne Technik. Denn ein Laptop ist mit dem Röster verbunden und zeichnet jeden Vorgang genau auf. „So lässt sich die Röstung unter den gleichen Bedingungen wiederholen“, sagt Krüger und erklärt: „Ich möchte gleiche Qualität und Geschmack gewährleisten.“ Immerhin sei der Röstvorgang eine Gratwanderung, weiß der Neuunternehmer, der sich bei verschiedenen Lehrgängen das Wissen um den Kaffee und dessen Verarbeitung erworben hat.

Den Kaffee aus Guatemala, Äthiopien und anderen Ländern bewahrt der Kaffee-Sommelier getrennt voneinander und luftdicht verschlossen auf, damit er sein Aroma behält. Erst wenn Krüger einen speziellen Kaffee oder auch Espresso kreiert, mischt er die Sorten, um so einen individuellen Geschmack zu erhalten. „Die Geschmacksvarianten reichen von fruchtig bis klassisch“, sagt Krüger.

Im Zubereitungs- und späteren Seminarraum befindet sich eine weitere hoch technisierte Anlage: die Kaffeemaschine. Ein großer Holztisch und das erhaltene Fachwerk laden zudem zum gemütlichen Verweilen ein.

Wer einmal selbst den Geschmack der Tonnenheider Kaffee-Kreationen testen möchte, kann ab Mittwoch, 9. Dezember, bei Thomas Krüger, Linteln 3a in Rahden, vorbeischauen. Am ersten Tag will er ab 13 Uhr einen Blick hinter die Kulissen seiner „Röstgrad Manufaktur“ geben. Künftig wird die Manufaktur wie folgt öffnen: mittwochs von 14.30 bis 18 Uhr, donnerstags und freitags von 9 bis 13 sowie von 14.30 bis 18.30 Uhr und sonnabends von 9 bis 13 Uhr. Weitere Infos gibt es auch auf der Internetseite: roestgrad-kaffee.de

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