„Theaterbesucher von morgen“ werden berücksichtigt / Vorsitzende wünscht runden Tisch

Kul-Tür als Aushängeschild von Rahden

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Mediengruppe Kreiszeitung

Rahden - „Kultur bietet Abwechslung in schweren Zeiten und sollte daher für alle zugänglich sein“, findet Monika Büntemeyer. Die Vorsitzende des Rahdener Kulturvereins Kul-Tür meint, dass deren Veranstaltungen durchaus ihre Berechtigung hätten. Jetzt blickte sie auf die vergangene Saison zurück und gab einen ersten Ausblick auf das Programm der nächsten Monate.

Unter den zwölf Angeboten für das laufende Jahr seien neben den Klassikern wie Neujahrskonzert und Soiree auch neue Künstler nach Rahden gekommen. „Mit unserem kulturellen Angebot werben wir für die Region“, lobte Torsten Kuhlmann (SPD) das „Aushängeschild Kul-Tür“.

Noch in diesem Jahr dürfen sich Kulutrinteressierte auf einen Abend über Max und Moritz freuen – Dienstag, 13. Oktober, um 20.05 Uhr – und es wird wieder ein Adventskonzert geben, verriet Büntemeyer. Für 2016 wollte sie noch keine Details preis geben, nur so viel: „Es wird auch wieder etwas für Kinder dabei sein.“ Nur so könne man „die Theaterbesucher von morgen“ für Kultur begeistern. Im Sommer hatte sich Kul-Tür an den Ferienspielen beteiligt und einen Zauberworkshop angeboten.

„Wir können keine kostendeckenden Veranstaltungen auf die Beine stellen, wenn wir unsere Preise stabil halten wollen“, erklärte Büntemeyer. Jede Karte, die Zuschauer für 14 Euro (Vereinsmitglieder für 12 Euro) erhalten, bezuschusst der Verein mit rund zehn Euro, rechnete die Vorsitzende vor. Den Ausgleich erreiche der Verein durch Spenden (45 Prozent), Zuschüsse (13 Prozent) und die Mitgliedsbeiträge (19 Prozent) sowie letztlich über die Rücklagen aus den vorausgegangenen Jahren.

Nachdem der Zuschuss in diesem Jahr aufgrund der angespannten Haushaltslage der Stadt auf 1750 Euro gekürzt worden war, soll der Kulturverein 2016 wieder mit den vollen 3500 Euro von der Stadt bedacht werden. Die endgültige Fördersumme sei aber von der Haushaltslage abhängig, erinnerte Bürgermeister Bernd Hachmann.

Dennoch freute sich Büntemeyer über die Zusage und erklärte: „Wenn kein Geld da ist, haben wir nur zwei Möglichkeiten: Entweder wir machen weniger Veranstaltungen oder wir suchen andere Künstler.“ Beide Optionen dürften mit der Entscheidung nun zunächst vom Tisch sein.

Einen runden Tisch wünscht sich Monika Büntemeyer mit Vereinen und Beteiligten. So fühlte sie sich bei der Sanierung des Bahnhofs in Rahden übergangen. „Wir hätten uns gewünscht, dass kein Teppich im Bühnenbereich liegt“, machte die Kul-Tür-Vorsitzende deutlich, dass man Absprachen und Kompromisse finden sollte.

abo

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