Telekom schließt Netzausbau ab / Bis zu 100 Megabit pro Sekunde

Mehr PS auf der Daten-Autobahn

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Drücken symbolisch auf den Startknopf für das schnelle Internet in Rahden: (v.l.) Karl-Heinz Rempe, Klaus Jürgen Karneth (beide Telekom), Bürgermeister Dr. Bert Honsel und Bauamtsleiter Dieter Drunagel.

Rahden - Viele Rahdener können ab sofort mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBits) im Internet surfen. Seit gestern ist das ausgebaute Netz der Telekom betriebsbereit. Profitieren können Bewohner des Vorwahlbereichs 05771. Dieser umfasst etwa 6100 Haushalte in der Kernstadt, Kleinendorf, Tonnenheide, Wehe, Varl und Sielhorst.

Die Telekom beendete die Arbeiten zwei Monate früher als geplant. „Das Bauwetter war sehr gut“, begründet Karl-Heinz Rempe, Mitarbeiter des Mobilfunkanbieters, den Vorsprung.

Durch das verbesserte Netz ist Surfen, Telefonieren und Fernsehen über das Internet gleichzeitig möglich, wirbt die Telekom. Bürgermeister Dr. Bert Honsel freut sich über diesen Fortschritt: „Ab heute sind wir noch schneller unterwegs auf der nun mehrspurig ausgebauten Daten-Autobahn“, sagt er. „Unsere Stadt wird damit als Wohn- und Arbeitsort noch attraktiver“.

Auch Bauamtsleiter Dieter Drunagel betont: „Schnelles Internet ist ein ganz wichtiger Standortfaktor für alle Bevölkerungsbereiche“. Mit dem nun abgeschlossenen Ausbau des Netzes sei es aber noch nicht getan: An der Verbesserung der Internetanschlüsse müsse stetig gearbeitet werden.

Der Anstoß für den Breitbandausbau fiel Mitte März vergangenen Jahres durch Gespräche zwischen der Telekom und der Verwaltung. Im Juli begannen dann die Tiefbauarbeiten. Dabei wurden 18 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Das kostet rund 70000 Euro pro Kilometer. Die Stadt hat sich an den Kosten für den Netzausbau nicht beteiligt.

Die Glasfaserkabel verlaufen zwischen einer örtlichen Vermittlungsstelle und rund 30 Multifunktionsgehäusen. Diese grauen Kästen am Straßenrand wurden im Zuge der Bauarbeiten vergrößert und verbessert. Von den Gehäusen führen wie bisher Kupferkabel zu den einzelnen Haushalten. Die Übertragungsfähigkeit der Kupferkabel wurde allerdings verbessert. Die sogenannte Vectoring-Technik beseitigt der Telekom zufolge elektromagnetische Störungen auf den Leitungen. Beim Herunterladen von Dateien erhöht sich durch den Beitbandausbau die Geschwindigkeit von 50 auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde. Beim Upload vervierfacht sie sich auf bis 40 MBits.

„Ab sofort können alle die schnellen Internetanschlüsse online, telefonisch oder im Fachhandel buchen“, erklärt Karl-Heinz Rempe. Die Kunden müssten selber tätig werden, so der Telekom-Mitarbeiter. Um von der Vectoring-Technik zu profitieren, sei außerdem ein moderner Router notwendig. Von dem Breitbandausbau der Telekom können auch Kunden anderer Anbieter profitieren, wenn der Anbieter entsprechende Kapazitäten bei der Telekom kauft.

ks

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