Teilnehmerinnen lernen, Wunden und Krankheiten richtig zu behandeln

„Erste Hilfe ist ganz leicht“

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Die Kursteilnehmerinnen wurden beim Lehrgang in Dielingen auch mit realen Szenen konfrontiert. Zum Glück handelte es sich um Kunstblut und aufgeschminkte Wunden, die die Frauen behandeln mussten.

Dielingen - Von Anika Bokelmann. Eine offene Wunde, ein Insektenstich, eine Verbrennung oder Kreislaufbeschwerden – in solchen Situationen gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren, um die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Was bei Notfällen zu tun ist, lernten jetzt vier Teilnehmerinnen eines Erste-Hilfe-Kurses, ein Angebot des DRK-Familienzentrums Stemwede.

Dabei ging es in erster Linie um die erste Hilfe an Babys und Kleinkindern, denn die Teilnehmerinnen wollen im Anschluss an den Kurs in der Kindertagespflege beziehungsweise als Babysitter arbeiten. Dabei ist das Zertifikat als Nachweis über den zweitägigen Lehrgang eine Hilfe, weiß Susanne Altvater. Die DRK-Kursleiterin unterrichtete in der Kita „Krümelkiste“ in Dielingen in Theorie und Praxis, was bei alltäglichen Notfällen im Haushalt zu tun ist.

Anfangs ging es allgemein um das kranke Kind. „Wir haben uns Gedanken gemacht, woran man Krankheiten erkennt“, berichtet Altvater. So seien glänzende Augen, Fieber und ein träger Bewegungsablauf deutliche Anzeichen, dass etwas mit dem Nachwuchs nicht stimme. „Aber auch wenn der geliebte Schokopudding auf einmal nicht mehr schmeckt, könnte eine Krankheit dahinter stecken“, erklärte Altvater den Kursteilnehmerinnen.

Überhaupt seien die so genannten Kinderkrankheiten keine Lappalien. Einerseits sollten die schweren Infektionen niemals unterschätzt werden, andererseits würden die Impfungen eine latente Gefahr darstellen, so Susanne Altvater. Nach den Gesprächen über allgemeine Regeln im Umgang mit Kindern, folgte am zweiten Unterrichtstag die realistische Unfalldarstellung. In drei Durchläufen mussten die Teilnehmerinnen ihr Wissen anwenden – Wunden abbinden, stabile Seitenlage üben und nachgespielte Notrufe absetzen.

Dafür erhielt Susanne Altvater Unterstützung von ihrer gesamten Familie. Während ihr Ehemann Uwe Altvater mit Filmblut den Kindern Kristin und Patrick Verletzungen schminkte, ging Susanne Altvater noch einmal die wichtigsten Schritte mit den neu ausgebildeten Ersthelfern durch. Am „Patienten“ half Uwe Altvater dann noch einmal auf die Sprünge, denn er ist der Meinung: „Erste Hilfe ist eigentlich ganz einfach.“ Bei offenen Wunde müsse so lange mit Verbänden gearbeitet werden, bis es nicht mehr blute.

In einem kleinen Exkurs erläuterte Uwe Altvater im weiteren Verlauf, was Sonnensprays für Kinder bedeuten. Die Sprühflaschen seien nämlich nicht ungefährlich, so das DRK-Mitglied. „Es ist noch nicht abschließend erforscht, was die Nano-Partikel mit den Kindern machen“, erklärte Altvater.

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