Pr. Ströher diskutieren über Wegenetz

Jedes Haus muss erreichbar sein

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Mediengruppe Kreiszeitung

Pr. Ströhen - In welchen Zustand sollen welche Straßen im Außenbereich des Rahdener Stadtgebietes zukünftig erhalten werden? Gibt es Wege, die möglicherweise nicht mehr benötigt werden? Oder gibt es Interessen, gewisse Bereiche zu privatisieren? Diese Fragen stellen sich die Rahdener, seitdem die Verwaltung ihr Wirtschaftswegekonzept auf den Weg gebracht hat. Jetzt machten sich die Pr. Ströher im Rahmen eines Arbeitstreffens Gedanken über die Vorschläge und den Erhalt der Straßen in der Ortschaft, wie Ortsvorsteherin Bianca Winkelmann berichtet.

Seit geraumer Zeit beschäftige sich das Ingenieurbüro Bockermann und Fritze aus Enger mit dem Wegenetz der Stadt Rahden, erinnert Winkelmann. Ziel ist es, ein sogenanntes Wirtschaftswegekonzept zu erstellen, um die Infrastruktur den Anforderungen der modernen Fahrzeuge anzupassen. Vor einigen Wochen wurden dazu in allen Rahdener Ortschaften Informationsveranstaltungen abgehalten. Die Ortskenntnis der Anwohner für die passgenaue Einteilung der Straßen, vor allem in den Außenortschaften, sei seitens der Verwaltung angefordert worden, bevor eine weitere Kategorisierung des Straßennetzes erfolgen soll. Dabei unterscheiden die Planer zwischen Haupt- und Anliegerwirtschaftswegen sowie unbefestigten und nachrangigen Wegen.

In Pr. Ströhen bildeten sich im Anschluss an die Infoveranstaltung unter Federführung des Landwirtschaftlichen Ortsvereins vier Arbeitsgruppen, die erste Vorschläge auf der Grundlage des Entwurfs des Ingenieurbüros erstellten. In jeder Gruppe war neben Anliegern und Landwirten auch jeweils ein Mitglied der Feuerwehr. „Denn neben Müllfahrzeugen, die jedes Haus in Rahden im Zwei-Wochenrhythmus anfahren, müssen auch Rettungs- und Löschfahrzeuge jedes auch noch so entlegene Haus erreichen können“, unterstrich Winkelmann die Bedeutung guter Straßen. Oberstes Ziel des Konzeptes müsse daher sein, dass jedes Haus im Stadtgebiet über eine befestigte Straße zu erreichen ist.

Im Gasthaus Buschendorf kamen nun etwa 30 Pr. Ströher und Tielger Bürger zusammen, um auf der Grundlage der Vorschläge aus den Arbeitsgruppen weiterzuarbeiten. Sollen Straßen zukünftig eher als Hauptwirtschaftsweg oder als Anliegerwirtschaftsweg deklariert werden? Gibt es Straßenzüge, die nur von landwirtschaftlichen Maschinen erschlossen werden müssen, und bei denen möglicherweise auf eine befestigte Asphaltdecke verzichtet werden kann? Das waren Fragen, mit denen sich die Pr. Ströher auseinander setzten.

Die Ergebnisse werden nun in schriftlicher Form zur Bearbeitung beim Rahdener Rathaus eingereicht. Am Ende bedankte sich die Ortsvorsteherin bei Werner Sander. Der Vorsitzende des Landwirschaftlichen Ortsvereins hatte den Abend organisiert und moderiert. Er steht weiterhin, gemeinsam mit Winkelmann und Pr. Ströher Ratsmitgliedern, als Ansprechpartner zur Verfügung. Jeder Anwohner kann ferner eigene Anregungen bei der Stadt einreichen.

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