Steigende Flüchtlingszahlen: Bund hilft Kommunen mit zwei Millionen Euro

Geld für mehr Unterkünfte

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Mediengruppe Kreiszeitung

Minden-Lübbecke - „Der Bund stellt den Kommunen im Kreisgebiet zur Versorgung der immer größeren Zahl an Flüchtlingen mehr als zwei Millionen Euro bereit. Diese sind Teil der nun beschlossenen 500 Millionen Euro Soforthilfe.“ Darauf macht der heimische Bundestagsabgeordnete Steffen Kampeter anhand der Aufschlüsselung der zusätzlichen Millionen auf die einzelnen Städte und Gemeinden in einer Pressemitteilung aufmerksam.

„Noch in diesem Jahr erhalten die Kommunen insgesamt 2042593 Euro. Das ist eine dringend notwendige Unterstützung für unsere Arbeit“, so der Mindener Abgeordnete. Die Mittel sollen den im Kreis verteilten Flüchtlingen zur Versorgung und Unterkunft dienen: „Derzeit sind die 300 Plätze in den Notfallunterkünften in Minden und Bad Oeynhausen, wo die Flüchtlinge von der Bezirksregierung Arnsberg erst untergebracht werden, beinahe voll. Darum ist es notwendig, weitere Unterkünfte in den Kommunen zu schaffen, auf die die eintreffenden Menschen verteilt werden können“, erklärt Kampeter in seinem Schreiben.

Ausdrücklich lobt er das Engagement ehrenamtlicher Helfer. „Sie verdienen den allergrößten Respekt für diese Form christlicher Nächstenliebe. Nur Dank der vielen Freiwilligen vor Ort sind wir in der Lage, diese durchaus schwierige Situation zu meistern“, so Kampeter. Er ist überzeugt, dass das finanzielle Engagement derzeit umso wichtiger sei, weil die Landesregierung in NRW die Kommunen organisatorisch mit der Unterbringung von Flüchtlingen überfordert und die Städte und Gemeinden auch mit einer unzureichenden Landeserstattung finanziell im Regen stehen lässt. „In allen anderen Bundesländern erhalten die Städte und Gemeinden wesentlich höhere Zuweisungen des Landes. In Nordrhein-Westfalen werden lediglich 25 Prozent der tatsächlichen kommunalen Aufwendungen für die Flüchtlingsversorgung erstattet. Das geht so einfach nicht“, bekräftigt Kampeter.

„Die zusätzlichen Finanzhilfen des Bundes sind daher eine weitere Hilfe für die Städte und Gemeinden im Mühlenkreis bei den Herausforderungen der steigenden Flüchtlingskosten.“ Er erwartet weitere Hilfe ab Herbst.

Den höchsten Satz des aktuellen Pakets bekommt die Kreisstadt mit 478138 Euro. Auf Rahden entfallen 118737 Euro. Dort leben aktuell rund 135 Flüchtlinge. Stemwede erhält für seine derzeit 134 Flüchtlinge 103302 Euro. In beiden Kommunen werde der Wohnraum knapp, heißt es aus den Ordnungsämtern.

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