Staudentauschbörse in Kleinendorfer Gartenidylle lockt unzählige Besucher

Guter Tausch: Erdbeerminze gegen Knöterich

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Bei der Staudentauschbörse im Garten der Familie Kröger in Kleinendorf gab es jede Menge Pflanzen zu tauschen und viele Gartendekorationen zu bestaunen.

Kleinendorf - „Da hat es das Wetter ja wieder gut mit uns gemeint“, stellte Margret Kröger zufrieden beim Blick auf die gut besuchte Staudentauschbörse in ihrem Naturgarten fest. Von Sonnenstrahlen verwöhnt, stöberten Besucherscharen zwischen frischem Grün und jeder Menge Dekoartikeln für die kommende Gartensaison.

Hobbygärtner und Gartenliebhaber nutzten am Sonntag die Gelegenheit, in der Kleinendorfer Gartenidylle überzählige Stauden anzubieten und neue Pflanzen mitzunehmen. Interessant war deren Vielfalt. Neben heimischen Klassikern wie Frauenmantel oder Storchschnabel waren Knöterich, Phlox, Buchsbaum oder Stockrosen sowie Astern in allen erdenklichen Größen, Farben und Variationen im Angebot. „Beste Tipps und Gartenratschläge der Fachleute gibt es kostenlos dazu“, sagt Kröger, während Edith Wude die Besucher über schattenverträgliche und sonnenhungrige Stauden beriet. Auch Raritäten waren zu bekommen. Erdbeerminze beispielsweise, wartete nur kurz auf einen neuen Beetbesitzer.

Die Heimatfreunde Kleinendorf hatten in Kooperation mit der Familie Kröger und den ortsansässigen Landfrauen zur bereits sechsten Auflage der Staudentauschbörse eingeladen. Aber Staudentausch war bei Weitem nicht das Einzige, was den Besuchern geboten wurde. Karin Kelting und ihre Freundin Elke Horstmann hatten Rankhilfen, geflochten aus Weide, mitgebracht und zeigten die Technik des Flechtens. Bei den beiden Frauen gab es außerdem Windspiele aus Naturmaterialien und Holzschmuck zu sehen.

„Eine gut Idee“, findet Margret Kröger diese natürliche Art der Rankhilfen. „Viel schöner als die aus Plastik“, sagt die Besitzerin des Naturgartens, den sie mit viel Liebe zum Detail rund um den großen Teich angelegt hat. Besonders liebt sie lauschige Sitzplätze, gespickt mit herzlichen Ideen wie alten ausrangierten Stallfenstern, die sie mit kleinen Sprüchen versieht. „Jeder Ort lebt vom Einsatz der Menschen, die dort wohnen; von ihren Ideen und ihrer Tatkraft“, das sei ein wahrer Ausspruch und ziere nun eine alte Tafel, sagt Kröger.

Für den Werkstoff Holz begeistert sich nach wie vor Helmut Dieckmann, „Der Holzspan“. Er hatte seine Drechselbank aufgebaut und fertigte vor Ort größere Holzobjekte für den Garten. Hölzerne bunte Behausungen und Unterschlüpfe für gefiederte Gartengäste und Insekten sowie Futterkästen für Eichhörnchen waren genauso zu bekommen wie Honig vom Imker, modernste Grills oder handgemalte Unikate von Kleinendorfs Dorfmaler Willi Schwacke.

Mit reichlich Fachkenntnis für Schönes und Nützliches für den heimischen Garten waren Julia und Jörn Warner vor Ort. Die Landschaftsgärtner hatten neben Garteninspirationen auch Baumschulware mitgebracht.

Ein viel besuchter Stand war der von Horst Schlottmann. Er hatte sein mobiles Räucherfass stets gut gefüllt. Die frisch geräucherten Forellen fanden reißenden Absatz. Über die Wintermonate hatte Schlottmann an dem Räucherfass gebaut, das nun den ersten Einsatz hatte. „Funktioniert einwandfrei“, freute sich der Rentner und bestückte Stunde um Stunde die Räucherkammer im Fass aufs Neue.

Wem der Sinn nicht unbedingt nach geräucherter Stärkung stand, konnte mit Bratwurst, Steak und Co. Vorlieb nehmen und sich mit Gerstensaft oder alkoholfreien Getränken erfrischen. Hochsaison herrschte am Nachmittag im Kuchenzelt. Die Kleinendorfer Landfrauen hatten einmal mehr den Rührlöffel geschwungen und eine Vielzahl herrlicher Torten erschaffen.

hm

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