Stadt schreibt Stelle zum 1. Januar aus / Stadtmarketing auf den Weg gebracht

Suche nach einem Wirtschaftsförderer beginnt

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Mediengruppe Kreiszeitung

Rahden - Nach dem Wegbruch der Werbegemeinschaft hatte der Gewerbebund in Rahden die Ausrichtung verschiedener Veranstaltungen übernommen. Um die Aufgaben aus dem wirtschaftlichen Bereich kümmert sich seit einigen Jahren Bauamtsleiter Dieter Drunagel. Nun soll er entlastet werden – neben der Einrichtung des Stadtmarketings will die Stadt einen Wirtschaftsförderer einstellen.

Für die Planung des Stadtmarketings hatte sich eigens ein Arbeitskreis gebildet, der sich mit den rechtlichen Auswirkungen verschiedener Ansätze beschäftigt hatte. „Gut Ding will Weile haben, aber wir sollten jetzt endlich ein Signal an die Gewerbetreibenden senden“, erklärte Bianca Winkelmann während der jüngsten Ratssitzung. Der CDU-Fraktionvorsitzenden zufolge gebe es zwar kritische Stimmen, aber mit einem professionellen Stadtmarketing sowie einem bei der Stadt angestellten Wirtschaftsförderer könne Drunagel entlastet werden.

Dies sei für die umfangreichen Arbeiten sicher nötig, ergänzte Friedrich Schepsmeier (SPD). Hans-Eckhard Meyer (FDP) stellte klar, dass es nicht darum gehe, Drunagel in diesem Bereich zu ersetzen, sondern ihm eine Unterstützung zu bieten und einen Austausch zu ermöglichen.

Das zukünftige Stadtmarketing soll auf einem Zwei-Säulen-Modell, bestehend aus der Stadt und einem noch zu gründenden Marketing-Verein, aufgebaut werden. Die bisherige Wirtschaftsförderungsgesellschaft wird in der Konsequenz aufgelöst.

Nun fehlt noch ein Wirtschaftsförderer, der die Aufgaben des Stadtmarketings übernimmt. Diese Stelle soll ausgeschrieben und möglichst zu Beginn des nächsten Jahres besetzt werden. Es soll sich laut Hauptamtsleiter Werner Thielemann um eine unbefristete Stelle mit einer sechsmonatigen Probezeit handeln. Dieser Entscheidung war eine Diskussion um die Befristung vorausgegangen, da ursprünglich ein Zeitraum von zwei Jahren im Raum gestanden hatte. Dieter Sprado (FWG) erklärte, dass eine Befristung die „wirklich qualifizierten Bewerber abschreckt“. Schepsmeier unterstrich, dass eine unbefristete Stelle eine höhere Attraktivität habe.

Auch sei die Formulierung „Vergütung erfolgt nach Tarif“ nicht konkret, weil die Zahlung vielmehr von der Tätigkeit abhängig sein sollte, so Sprado. Letztlich sollten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses über die Bezahlung des Wirtschaftsförderers entscheiden, so der abschließende Konsens. „Wir können die Stelle doch später immer noch höher setzen“, mahnte Winkelmann, dass es zunächst einmal darum ginge, eine geeignete Person zu finden. Eingestellt werden soll ein Bewerber mit abgeschlossenem wirtschaftswissenschaftlichem Studium oder vergleichbarer Qualifikation im Bereich Ökonomie. Ferner wünschen sich die Verantwortlichen Kommunikationsstärke und ein sicheres Auftreten, Eigeninitiative und Organisationstalent. Gundel Schmidt-Tschech (FWG) würde gerne eine Frau für die Wirtschaftsförderung gewinnen.

Zu den Aufgaben des künftigen Wirtschaftsförderers gehören unter anderem die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Rahden, das Leerstandsmanagement sowie die Betreuung der Unternehmen. In vielen Kommunen gebe es bereits solche Posten – „Rahden hinkt da hinterher“, findet Winrich Dodenhöft (Grüne). Er ist der Meinung, dass der Rat eine gute Entscheidung mit dem einstimmigen Votum getroffen habe.

abo

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