SPD, FWG, FDP und Grüne nominieren Bela Lange als Bürgermeisterkandidatin

Eine Frau will Rahden ein Stückchen bunter machen

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Nach der Nominierung gab es einen Blumenstrauß in den Farben des Viererbündnisses für Bela Lange (Mitte): (v.l.) Hans-Eckhard Meyer (FDP), Cornelia Schmelzer (Grüne), Friedrich Schepsmeier (SPD) und Adelgunde Schmidt-Tschech (FWG).

Rahden - Das längste Vorstellungsgespräch ihres Lebens hat Bela Lange erfolgreich hinter sich gebracht. Nachdem sich die Bürgermeisterkandidatin der SPD, Grünen, FDP sowie der Freien Wählergemeinschaft (FWG) Rahden jeweils einzeln präsentiert hatte, überzeugte sie am Freitag bei der gemeinsamen Wahlversammlung des Viererbündnisses im Ulmenhof in Stelle.

Einstimmig entschieden sich die Parteimitglieder für Lange und schicken sie in den Wahlkampf um den Posten als Nachfolger von Bernd Hachmann. Alle 65 stimmberechtigten Mitglieder stellten sich hinter sie.

Bela Lange hat schon viele Menschen und die Stadt Rahden kennengelernt. Dabei sei ihr aufgefallen, dass „die Bürger großes Interesse an ihrer Heimat zeigen und nirgends Politikverdrossenheit herrscht“, freut sich Lange. Die Einzelkandidatin, die seit 2013 Mitglied der Grünen und aktuell deren Vorsitzende im Kreisverband Schaumburg ist, machte deutlich, dass „eine Bürgermeisterin für alle da ist, ob mit oder ohne Parteibuch, ob progressiv oder konservativ“. Letztlich gelte für sie das Motto: „Gemeinsam für Rahden.“

Für Versammlungsleiter Friedrich Schepsmeier (SPD) war es in seinen 48 kommunalpolitischen Jahren ein Novum, dass vier Parteien eine Bürgermeisterkandidatin ins Rennen schicken. „Wir bieten den Bürgern eine echte Alternative“, unterstrich Schepsmeier und weiter sagte er mit Anspielung auf Langes Haarfarbe, aber auch auf den Zusammenschluss der Parteien: „Bela Lange bringt Farbe nach Rahden.“

Den Parteimitgliedern sowie weiteren Gästen erklärte Lange nochmals ihre Ziele im anstehenden Wahlkampf. „Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig der Breitbandausbau ist“, sagte sie. „Denn eine gute Internetanbindung ist lebenswichtig für Gewerbe und Industrie.“

Auch zum Thema Energie hatte sich Lange Gedanken gemacht. „Das ist in Rahden ein sehr emotionales Thema“, weiß sie. „Wir brauchen einen Energiemix, wenn wir die Energiewende schaffen wollen“, schwor sie das Publikum ein. Lange liegt vor allem das Ehrenamt am Herzen und sie hat bei viel Potenzial bei den Rahdenern entdeckt. So sei es nicht selbstverständlich, dass viele Freiwillige am Sonntag ihre Übungen bei der Feuerwehr absolvierten, nannte Lange ein Beispiel.

Im Ehrenamt lasse sich auch Integration umsetzen, so Lange, die selbst sehr engagiert ist: Die gelernte Buchhändlerin und spätere Verwaltungsangestellte der Stadt Minden arbeitet in einer Dorfgemeinschaft mit, ist im Landesfrauenrat Niedersachsen und wurde vom Landessportbund Niedersachsen zur Delegierten der Frauenvollversammlung gewählt.

„Die Menschen selbst machen das Gefühl von Heimat aus“, lautet Langes Meinung und auch sie will ein Teil Rahdens werden, wenn sie die Bürgermeisterwahl gewinnen sollte. Derzeit wohnt die 42-Jährige noch in Rannenberg (Gemeinde Auetal). Sollte sie die Wahl am 13. September aber ebenso für sich entscheiden wie die Nominierung am Freitagabend, will sie mit ihren vier Katzen in die Auestadt ziehen.

„Hier gibt es viele Schätze“, erklärte Lange und nannte die Gewerbetreibenden und Bürger, die Ideen voranbringen, sowie die gute Infrastruktur hinsichtlich Schulen und Krankenhaus.

Bei allem Lob verkennt Lange aber nicht, dass der viel zitierte demografische Wandel auch in der Auestadt Wirkung zeigen werde. Diesbezüglich gilt es laut Lange, Konzepte für die alte und künftige Generation zu entwickeln und junge Leute an ihren Heimatort zu binden. Hierfür sei Kommunikation wichtig, die für die Kandidatin eine zentrale Rolle in ihrem Wahlkampf einnehmen wird: „Ich freue mich auf viele Gespräche vor und nach der Wahl“, schloss Lange ihr Vorstellungsgespräch.

abo

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