Schulsozialarbeiterinnen inszenieren Ermittlungen für Fünft- und Sechstklässler / Chemielehrer Wilderherz wollte Frau Mülller vergiften

Dreitägige Entführung am Schulzentrum

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Gemeinsam schafften es die Schüler, Aneliese Wiegenlied zu überführen.

Rahden - Eine Entführung am Schulzentrum in Rahden hielt 32 Kinder der fünften und sechsten Klassen drei Tage lang in Atem. Die Klassenlehrerin der 5f, Theodore Müller, wurde entführt, und die Polizei hatte sich ein Ermittlerteam aus den vier Schulen des Schulzentrums zusammengestellt, das bei der Aufklärung des Falls helfen sollte. Dramatische Szenen und knallharte Befragungen gehörten zu der Inszenierung anlässlich eines schulübergreifenden Projekts von Gymnasium, Real-, Haupt- und Sekundarschule in Kooperation mit den Schulsozialarbeiterinnen.

Die zu Nachwuchsdetektiven ernannten Jungen und Mädchen machten sich gemeinsam mit der Leiterin der Sonderkommission Lena Löse (gespielt von Claudia Küpper, Gymnasium) auf, um den Fall zu lösen. Als Verdächtige machten die Jugendlichen schnell Chemielehrer Leopold Wilderherz (Ute Spreen-Schlottmann, Realschule), Dagmar Weißkopf (Alexandra Strunk, Hauptschule) und Aneliese Wiegenlied (Verena Voss-Hinke, Realschule) ausfindig.

Aufgrund von Zeugenhinweisen und dem Kombinationsgeschick im Rahmen der Befragungen fanden die Schüler schnell heraus, wer Frau Müller (Katja Kampschäfer, Sekundarschule) im Keller der Hauptschule gefesselt und festgehalten hatte. Die pfiffigen Ermittler kamen dabei aber auch anderen Geheimnissen auf die Spur und klagten Leopold Wilderherz der Veruntreuung von Geldern und des Versuchs einer Vergiftung seiner Kollegin Müller an.

Dass der Erpresserbrief und eine Lösegeldforderung auf das Konto von Dagmar Weißkopf gingen, machten die Teilnehmer anhand der Tatsache fest, dass sich die Verdächtige trotz geringen Einkommens einen teuren Urlaub leisten konnte.

Zum Ende der Ermittlungen am Krimiwochenende der Schulen wurde es nochmal spannend. Als Aneliese Wiegenlied, deren Tochter aufgrund der Entscheidung der Klassenlehrerin versetzungsgefährdet ist, zugab, dass sie nach einer zwecklosen Spende an die Schule „etwas tun musste“, versuchte sie noch zu fliehen. Doch die Schüler schnitten ihr auf dem Schulhof den Weg ab – ein Sieg für die Ermittlertruppe, denen Löse dankte: „Ohne euch hätte ich diesen komplizierten Fall nie lösen können.“

Nachdem die Kommissionsleiterin die Handschellen angelegt hatte und die Entführte wieder frei war, verwandelten sich die Teilnehmer des Projekts mit dem Überreichen eines Schlüsselanhängers durch die Schulsozialarbeiterinnen wieder in „normale“ Schüler, die das Wochenende im Schulzentrum verbracht hatten und müde, aber zufrieden von ihren Eltern abgeholt wurden.

Bei der inszenierten Entführung handelte es sich schon um den zweiten Fall, den sich die Schulsozialarbeiterinnen ausgedacht hatten. Bereits vor zwei Jahren waren Schüler in die Rollen der Ermittler geschlüpft. Eine Wiederholung der Aktion schließen die Organisatorinnen nicht aus. „Wir wollen weiter im freizeitpädagogischen Bereich aktiv sein und zeigen, dass Schule Spaß machen kann“, erklärt Ute Spreen-Schlottmann, dass der Gemeinschaftsgedanke im Vordergrund ihrer Arbeit steht.

abo

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