Erste Mathe-Akademie für Einführungsphase voller Erfolg / Präsentation in Rahden

Schüler rechnen mit Besten

Trockener Titel, spaßiger Workshop: „Anaglyph 3D – Erzeugung von Stereogrammen mit GeoGebra“ lautete das Thema. Die am Rechner erzeugten Ergebnisse konnten im Anschluss via 3D-Brillen betrachtet werden. - Fotos: Mattlage

Rahden - Eine mathematische Simulation des Stratosphärensprungs des Extremsportlers Felix Baumgartner oder auch die Erzeugung von 3D-Bildern mit Hilfe geometrischer Verfahren gab es am Samstagvormittag im Gymnasium Rahden zu erleben. Dort präsentierten die 31 Teilnehmer der ersten Akademie für Mathematik Ostwestfalen-Lippe für die Einführungsphase (SAM-OWL-EF) die Ergebnisse von zwei Tagen intensiver Seminararbeit und sorgten für staunende Gesichter bei den Zuhörern – darunter Lehrer, Eltern und Geschwister sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft.

Von Ankathete, Gegenkathete und Hypotenuse über Sinus, Kosinus und Tangens bis hin zu Vektoren und kubischen Splines: Bei manch einem reicht die bloße Erinnerung an den früheren Matheunterricht schon aus, um die Nackenhaare zu Berge stehen zu lassen. Doch es gibt auch Jugendliche, die sich über Tage und Nächte lang freiwillig mit den oben genannten Themen beschäftigen.

Weil „es so viel Spaß macht“ und „schon immer leicht gefallen ist“. So formulierte es Kira Sonntag aus Porta. Anhand des „Eulerschen Polygonzugverfahrens“ hatte sie gemeinsam mit ihrer Gruppe Grenzgeschwindigkeit und Luftdichte rund um den Weltrekord-Sprung von Felix Baumgartner berechnet. Bernd Heihoff aus Delbrück, der sich zusammen mit seinen Gruppenmitgliedern mit der Erzeugung von 3D-Bildern auseinandergesetzt hatte, begründete seine Faszination für Geometrie hingegen mit der praktischen Anwendbarkeit.

Die Akademie wurde von der Bezirksregierung Detmold veranstaltet und unter der Federführung der Fachschaft Mathematik des Gymnasiums Rahden konzipiert und durchgeführt. Die Koordination lag in den Händen von Lehrerin Christine Hörnschemeyer.

Für die Einführungsphase hat das Talente fördernde Projekt in diesem Jahr zum ersten Mal stattgefunden. Die „Einführungsphase“ entspricht der Jahrgangsstufe zehn. Bisher hatte es die Akademie nur für die sechsten und neunten Klassen gegeben. Mitgemacht haben insgesamt 30 Schulen. Das Geschlechterverhältnis war mit 15 Jungen und 16 Mädchen, darunter mit Emma Hoppe und Sebastian-Phillip Harris auch zwei Teilnehmer vom Gymnasium Rahden, sehr ausgeglichen. Angemeldet hatte sich sogar die doppelte Menge an Schülerinnen und Schülern, doch man habe gar nicht alle unterbringen können, beschrieb Hörnschemeyer das enorme Interesse.

Der Abschlussveranstaltung waren zwei Tage intensiver Beschäftigung mit mathematischen Fragestellungen im Jugendgästehaus Petershagen vorausgegangen. Diese lauteten „Differentialgleichungen – Lösen und Anwenden in der Physik“, „Modellierung des Felix Baumgartner- Sprungs aus 40 Kilometer Höhe“, „Splines – wie sich die Balken biegen“ und „Anaglyph 3D – Erzeugung von Stereogrammen mit GeoGebra“. Die Schülerinnen und Schüler, die sich vorab nicht kannten, hatten während der Vorbereitung Zeit, zu Teams zusammenwachsen. Gemeinsam tüftelten sie teilweise bis spät in den Abend an den mathematische Lösungsideen, diskutiert und feilten an ihren Präsentationen. Auch ein Geburtstag wurde während des Projekts gefeiert.

Betreut wurden die vier Workshops von acht Lehrern aus Rahden und einer Lehrkraft aus Vlotho. - mama

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