13 Schüler des Rahdener Gymnasiums besuchen russische Stadt Jaroslawl / Abstecher nach Moskau

Deutsch-russische Begegnung an der Wolga

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Ein Abstecher nach Moskau durfte bei der Russland-Reise der Rahdener Gymnasiasten nicht fehlen.

Rahden/Jaroslawl - Auf eine weite Reise begaben sich unlängst 13 Schüler des Gymnasiums Rahden in Begleitung ihrer Lehrer Volker Schmidt und Astrid Reinke-Witzke. Sie besuchten die Wolgastadt Jaroslawl, die sich rund 280 Kilometer nördlich der russischen Hauptstadt Moskau befindet.

Die Reise fand als projektorientierte Begegnung mit Schülern sowie Kolleginnen der dortigen Puschkinschule statt, mit der das Rahdener Gymnasium seit 2003 eine Schulpartnerschaft pflegt und im jährlichen Wechsel einen Schüleraustausch veranstaltet. Im Frühjahr 2014 waren Gäste aus der Wolgastadt zu Besuch in Rahden, jetzt folgte der Gegenbesuch. Die Rahdener waren bei den russischen Familien untergebracht, deren Kinder vor einem Jahr schon in Rahden zu Gast waren.

Der Austausch, der mit Mitteln der Stiftung „Deutsch-Russischer Jugendaustausch“ in Hamburg gefördert wurde, zeichnete dich durch einen projektorientierten Charakter aus: Im interkulturellen Vergleich befasste sich die Schülergruppe mit umweltbezogenen Fragestellungen. Schwerpunkte bildeten eine Fahrt zum Wolgakraftwerk von Uglitsch sowie der Besuch einer Aufzuchtstation für Elche unweit der Stadt Kostroma. Im Uglitscher Museum für Hydroenergie, das an das dortige Kraftwerk angegliedert ist, erfuhr die Gruppe Wissenswertes über die Stromproduktion durch Wasserkraft und die Geschichte des Kraftwerks, das in den 1930er-Jahren zum einen als Prototyp für die später errichteten Großkraftwerke der Wolga-Kama-Kaskade diente, zum anderen aber auch ein bewegendes Beispiel für die Realisierung von Großprojekten unter Einsatz zahlloser Zwangsarbeiter in der Stalinzeit darstellte.

Einblicke in die Aufzucht und Lebensweise von Elchen erhielten die Schüler in der Elchfarm von Sumarokowo, wo ihnen die Tiere, die in einem riesigen Waldgehege gehalten werden, sogar aus der Hand fraßen.

Abgerundet wurde das Programm durch einen Aufenthalt in Moskau, wo Sehenswürdigkeiten wie der Rote Platz, die Basilius-Kathedrale und der Kreml besichtigt wurden.

Die An- und Abreise der Gruppe nach und von Jaroslawl erfolgte mit der Eisenbahn; auf der Hinfahrt nutzten die Rahdener den direkten Nachtzug von Hannover nach Moskau. Bereits beim Bezug der Schlafabteile war zu spüren, dass der Zug bereits ein Teil von Russland war: Die meisten Reisenden sowie das Zugpersonal waren russischer Herkunft, so dass sich die Schüler langsam an den Übergang in die russische Kultur gewöhnen konnten, während der Zug durch die weiten Landschaften Weißrusslands und Russlands fuhr.

Zur russischen Kultur gehört die sprichwörtliche russische Gastfreundschaft, und diese erfuhren die Austauschschüler durch die Gastgeber und Lehrkräfte der Puschkinschule in besonderer Weise. Die Herzlichkeit der Aufnahme und der erlebten deutsch-russischen Kontakte würden am stärksten in Erinnerung bleiben, berichten die Teilnehmer. Dies sei umso wichtiger, als hierdurch eine freundschaftlich geprägte Realität erfahren worden sei, die sich von der derzeitigen Verstimmung auf außenpolitischer Ebene erheblich unterscheide.

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