Schlottmann der Ehrenabteilung übergeben

Maschinist mit Leib und Seele

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Manfred Schlottmann (mit Ehefrau Magdalene) wurde von Reiner Langhorst (l.) und Carsten Kunter (2.v.l.) in den Feuerwehrruhestand verabschiedet. Ingo Buschendorf (stellvertretender Löschzugführer, 3.v.r.) und Jörn Stratmann-Sablotny (stellvertretender Wehrführer Feuerwehr Espelkamp, r.) dankten für fast vier Jahrzehnte aktiven Dienst.

Pr. Ströhen - Der erste feierliche Anlass des Pr. Ströher Löschzuges war einer, der gemischte Gefühle hervorrief. Nach fast 40 Jahren aktiver Dienstzeit wurde Hauptfeuerwehrmann Manfred Schlottmann am Sonntag in den Feuerwehrruhestand verabschiedet. Der Maschinist mit Leib und Seele war nicht nur für die Pflege und Wartung des Fuhrparks verantwortlich, sondern ließ sein Know-how auch maßgeblich in die Beschaffung neuer Fahrzeuge des Löschzuges und der Stadtwehr einfließen.

Zugführer Reiner Langhorst begrüßte viele Aktive und Mitglieder der Ehrenabteilung im Feuerwehrgerätehaus. Aufgrund enger Verbundenheit hatte auch eine Abordnung der Espelkamper Wehr den Weg gen Landesgrenze angetreten. „Es ist schwer, nach so langer Zeit einen Kameraden ziehen zu lassen, der für Kameraden und Mitbürger immer zur Stelle war, wenn Not am Mann war“, sagte der stellvertretende Wehrführer Carsten Kunter.

Am 1. März 1976 trat Manfred Schlottmann im Alter von 20 Jahren dem Pr. Ströher Löschzug bei, absolvierte Lehrgänge als Maschinist, Funker, Kraftfahrer und Atemschutzträger. Gerne arbeitete er als Kamerad in der „zweiten Reihe“ und überließ anderen die Wahrnehmung von Führungsaufgaben. Denn als gelernter Kfz-Mechaniker war der Posten des Maschinisten für ihn wie geschaffen. 1977 erfolgte die Beförderung zum Feuerwehrmann, 1981 zum Oberfeuerwehrmann und 2003 zum Hauptfeuerwehrmann. Mit der regelmäßigen Teilnahme am Leistungsnachweis der Feuerwehren sammelte er mehrere Leistungsabzeichen bis zur Sonderstufe Gold auf rotem Grund im Jahr 1996. 2011 erhielt der das Feuerwehrehrenzeichen in Gold für 35 Jahre aktiven Dienst.

„Für einen Kfz-Mechaniker war der Maschinistenjob eine spannende Aufgabe, doch als sich Manfred als Kfz-Meister schließlich selbständig machte, waren die Vorteile für die Feuerwehr noch weitreichender“, so Kunter weiter. „Die Fahrzeuge des Löschzuges sowie der Stadtwehr waren bei kleineren und größeren Schäden aller Art in guten Händen.“ Sowohl Kunter als auch Zugführer Langhorst begrüßten Schlottmanns Bereitschaft, auch in der Ehrenabteilung zur Verfügung zu stehen. Der Dank beider ging auch an Schlottmanns Ehefrau Magdalene, die oftmals auf ihren Mann verzichtete.

„An die traurigen will man sich nicht erinnern, die lustigsten gehören wahrscheinlich zensiert“, flachste Schlottmann auf die Frage, welches die markantesten Ereignisse seines Feuerwehrlebens gewesen seien. Denn auch wegen seiner Hilfsbereitschaft und guten Kameradschaft ist er bei den Wehrleuten sehr geschätzt. Traurigkeit und Bedauern bei den Aktiven, denen der beliebte Maschinist und Einsatzfahrer künftig fehlen wird, gingen daher mit der Freude über den Zuwachs in der Ehrenabteilung einher. Keine Frage, dass Entlassung und Eintritt in den neuen Feuerwehrlebensabschnitt auch nach dem offiziellen Teil gebührend gefeiert wurden.

Zu Beginn des Dienstes hatten sich die Kameraden mit der Einweisung in die Handhabung eines Defibrillators durch Tanja Tinnemeier vom DRK Stemwede weitergebildet.

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