Mindestens 100.000 Euro Schaden / Ursache für nächtliches Feuer noch unklar

Rinder vor Flammen gerettet

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Bei dem Brand mussten 20 Rinder evakuiert werden.

Rahden/Pr. Ströhen - Die Scheune eines Bauernhofes brannte in der Nacht zu Dienstag aus noch unbekannter Ursachen. 20 Rinder mussten evakuiert werden; verletzt wurde niemand.

Ein Stall an der Gerlager Straße in Preußisch Ströhen ist in der Nacht zu gestern vollständig ausgebrannt. Weitere Gebäude oder Personen wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen. Gegen 2.15 Uhr wurde die Feuerwehr Rahden zu einem Brand eines Stallgebäudes in Pr. Ströhen gerufen, als Anwohner eine starke Rauchentwicklung auf dem bäuerlichen Anwesen wahrnahmen. Aufgrund der Alarmierung „Brand eines landwirtschaftliches Anwesens“ rückten der zweite Zug der Feuerwehr Rahden, bestehend aus dem Löschzug Pr. Ströhen und den Löschgruppen Sielhorst und Wehe, der Löschzug Rahden mit dem Einsatzleitwagen und einem Tanklöschfahrzeug, die Feuerwehr Espelkamp mit Teleskopmast und ein Rettungswagen aus. Für weitere Atemschutzgeräten wurde der Gerätewagen-Logistik der Löschgruppe Tonnenheide nachgefordert. Insgesamt waren rund 65 Einsatzkräfte vor Ort, berichtet Rahdens Wehrführer Mark Ruhnau.

Unter der Einsatzleitung des Stadtbrandinspektors, unterstützt von den Abschnittsleitern Reiner Langhorst und Thorsten Hodde, kämpften die Feuerwehrmänner gegen die Flammen. Beim Eintreffen brannte das rund 160 Quadratmeter große Gebäude bereits in vollem Ausmaß, so Ruhnau. Der Landwirt hatte die meisten Rinder bereits aus dem Stall geholt. Ein Tier rettete die Feuerwehr, sodass alle 20 Rinder unbeschadet aus dem brennenden Stall entkamen. Der Stall grenzte unmittelbar an einen größeren Stall, der mit dem Wohngebäude verbunden ist. Ein Übergreifen des Feuers verhinderten die Feuerwehrkräfte mithilfe einer Riegelstellung.

Gegen 3.30 Uhr war der Brand gelöscht. Im Stall verbrannten landwirtschaftliche Fahrzeuge und Geräte sowie geringe Mengen Stroh. Am Einsatzort fanden sich zahlreiche Nachbarn und Landwirte ein, die die Löscharbeiten unterstützten und die Einsatzkräfte mit warmen Getränken versorgten. „Die Wasserversorgung war mehr als ausreichend“, berichtet Ruhnau. Grund dafür sei die Lage der Einsatzstelle direkt am Diekfluss, aus dem Wasser entnommen wurde. Insgesamt waren sechs C-Rohre, zwei B-Rohre und ein Wasserwerfer zeitgleich im Einsatz. Teilweise war der Löschangriff aufgrund der Rauchentwicklung nur unter Atemschutz möglich.  Die Experten gehen davon aus, dass der Brand in dem Bereich entstand, der als Garage für einen älteren Traktor diente.

Die Polizei vermutet eine technische Brandursache und hat die Brandstelle beschlagnahmt; Hinweise auf Brandstiftung liegen nicht vor. Der Schaden beträgt laut Polizeibericht und Hofbesitzer mindestens 60.000 Euro.

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