Rundstammhaus soll den OGS-Bereich der Grundschule in Varl entlasten

Bau kann bald beginnen

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Um mehr Platz für den OGS-Bereich zu schaffen, soll an der Grundschule in Varl angebaut werden. Aufgrund der enormen Initiative der Eltern und eines Trägervereins könnte noch diesem Jahr ein Rundstammhaus entstehen.

Varl - Von Anika Bokelmann. 60 Kinder in einem Raum sind zu viel. Das Raumproblem an der Grundschule in Varl wird schon lange von verschiedenen Seiten diskutiert. Jetzt gehen die Pläne für eine bauliche Erweiterungsmaßnahme voran. Über die Möglichkeit, ein so genanntes Rundstammhaus an den bisherigen Raum des Offenen Ganztags (OGS) anzuschließen, berichtete Uli Eikenhorst in der Sitzung des Schulausschusses der Stadt Rahden am Dienstag.

Mit Gesamtkosten von rund 130000 Euro sei diese Alternative noch die günstigste Lösung, so Eikenhorst. „Ein Anbau ist nur schwer zu realisieren“, zeigte der Varler Verständnis für die Verwaltung mit Blick auf deren knappe Haushaltslage. Bei der Baumaßnahme an der Grundschule in Varl wird sich die Stadt mit einem Zuschuss von 100000 Euro beteiligen. Eine Summe, die bereits im Haushaltsplan 2015 aufgeführt ist.

Die weiteren Kosten sollen aus Mitteln eines neu gegründeten Trägervereins engagierter Eltern sowie Spenden gedeckt werden. „Wir tragen das Restrisiko“, versicherte Eikenhorst. Denn aus Varl kommt für das Projekt nicht nur viel Rückhalt – sondern noch mehr Eigenleistung und Spendenbereitschaft. So haben die Verantwortlichen die Planungen schon jetzt nahezu abgeschlossen – von der Feuerwehrzufahrt, über die Energieleitungen und eine etwaige spätere Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Anbaus sei an alles gedacht, legte Uli Eikenhorst seinen Bericht vor.

Um den Offenen Ganztag und zugleich auch die Inklusion voranzubringen, sollen zwei Räume an die Einrichtung angeschlossen werden, so die Planungen. Eikenhorst sprach im Ausschuss von einem anderthalbgeschossigen Rundstammhaus, ein Holzhaus, das relativ leicht zu errichten sei. Der etwa 50 Quadratmeter große Raum im Erdgeschoss soll multifunktional genutzt werden. Ferner könnte im oberen Geschoss ein Medienraum eingerichtet werden. Auch eine Beratungsecke für Eltern könne sich der Trägerverein vorstellen.

„Wir könnten alles noch in diesem Jahr realisieren“, sagte Eikenhorst, der bereits Gespräche mit Firmen und Ämtern geführt hatte und nur noch auf die Zustimmung der Politik wartet. Auch ein Grundstück müsse nicht extra erworben werden, betonte Eikenhorst. Um seinem Anliegen möglichst schnell nachzukommen, schlug Bürgermeister Bernd Hachmann den Ausschussmitglieder am Dienstag einen Dringlichkeitsbeschluss vor. Dieser wurde einstimmig genehmigt. Die weiteren Planungen für die Erweiterung der Grundschule sehen wie folgt aus: Am 21. Mai wird der Rat der Stadt Rahden noch einmal über den Vorschlag abstimmen – wenn an den Beschluss aber wie in diesem Fall schon Aufträge und Bedingungen geknüpft seien, könnten die Mitglieder nur noch zustimmen, erklärte Hachmann.

Am 22. Mai will Eikenhorst dann den Bauantrag einreichen, die Arbeiten sollen am 6. Juni starten. Da sich die Raumsituation in Varl mit dem Rundstammhaus „für alle Zeit erledigt haben sollte“, stimmte nicht nur Hauptamtsleiter Werner Thielemann dem Vorschlag und den Plänen des Trägervereins zu. Auch die Fraktionsmitglieder des Schulausschusses unterstützen die Erweiterung des OGS-Bereichs in Varl.

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