Rund 300 Menschen lassen sich bei Schlaganfall-Info-Tour untersuchen

19 Prozent im roten Bereich

Ein Schlaganfall trifft nicht nur alte Menschen. Stefan Kröger von der Sparkasse Minden-Lübbecke (sitzend, r.) geht mit gutem Beispiel voran und lässt seine Werte von Dr. Georg Backhausen (l.) überprüfen. Georg Droste (2.v.r.), Direktor der Sparkasse Minden-Lübbecke, und Paul Gauselmann (2.v.l.) freuen sich über die gute Resonanz auf die Info-Tour.
+
Ein Schlaganfall trifft nicht nur alte Menschen. Stefan Kröger von der Sparkasse Minden-Lübbecke (sitzend, r.) geht mit gutem Beispiel voran und lässt seine Werte von Dr. Georg Backhausen (l.) überprüfen. Georg Droste (2.v.r.), Direktor der Sparkasse Minden-Lübbecke, und Paul Gauselmann (2.v.l.) freuen sich über die gute Resonanz auf die Info-Tour.

Espelkamp/Rahden - Auch nach 14 Jahren ist das Interesse an der Schlaganfall-Info-Tour ungebrochen: Bereits zum Anfang der Tour waren alle Termine ausgebucht. Das berichtet die Gauselmann Gruppe in einer Pressemitteilung. Zum 14. Mal initiierten das Unternehmen, die Sparkasse Minden-Lübbecke und die Stadtsparkasse Rahden die Schlaganfall-Info-Tour durch den Altkreis Lübbecke. Interessierte hatten dabei die Möglichkeit, sich im Rahmen einer 15-minütigen Untersuchung durch Mediziner Dr. Georg Backhausen über ihre Risikofaktoren zu informieren.

In 2015 ließen sich rund 300 Menschen untersuchen. 35 Prozent der Untersuchten lagen im gelben Bereich der Gesundheitsampel, was bereits auf ein eventuelles Schlaganfall-Risiko hindeutet. Bereits stark gefährdet waren 19 Prozent der Untersuchten mit Werten im roten Bereich.

„Diese Zahlen zeigen einmal mehr, wie wichtig Prophylaxe und ausreichende Information zum Thema Schlaganfall sind. Wenn wir durch die Tour nur einige Schlaganfälle verhindern können, haben wir etwas erreicht“, so Paul Gauselmann, Vorstandsmitglied des Fördervereins „Schlaganfall“ Neurologische Klinik Minden. Die Tour soll in 2016 fortgesetzt werden.

„Ein Schlaganfall verändert das Leben, und das nicht nur für die betroffene Person, sondern auch für das komplette Umfeld. Dabei kann das Risiko eines Schlaganfalls durch Prophylaxe und ausreichende Aufklärung erfolgreich minimiert werden. Auch eine schnelle und adäquate Behandlung innerhalb der entscheidenden ersten drei Stunden nach Einsetzen der Symptome ist für die weitere Genesung von großer Bedeutung“, berichtet Backhausen.

Paul Gauselmann ergänzt: „Dafür ist es allerdings wichtig, dass die Menschen die Symptome eines Schlaganfalls kennen und bei dringendem Verdacht schnell handeln. Hier gehören Lähmungserscheinungen, Sehstörungen und Sprachstörungen zu den wichtigsten Warn-Symptomen.“

Das Beratungsgespräch dauert circa 15 Minuten. Bei den Untersuchungen werden ein persönliches Risikoprofil erstellt, Blutdruck-, Cholesterin- und Glukosewerte gemessen sowie eine Gewichtsanalyse durchgeführt. Jeder Untersuchte erhält danach eine schriftliche Auswertung. In Form einer Ampel-Darstellung werden die eigenen Werte visualisiert und Lösungswege zur Minderung des Schlaganfall-Risikos besprochen. „Zeit, die gut angelegt ist!“, sagt Georg Droste, Direktor der Sparkasse Minden-Lübbecke.

Ratsuchende können zudem Sigrid Krueger-Young vom Schlaganfallbüro der Klinik für Neurologie am Johannes-Wesling-Klinikum Minden unter Telefon 0157/39124502 kontaktieren.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Biden und Putin wollen Rückkehr der Botschafter

Biden und Putin wollen Rückkehr der Botschafter

Leidenschaft reicht nicht: Fehlstart nach Hummels-Eigentor

Leidenschaft reicht nicht: Fehlstart nach Hummels-Eigentor

Bescheidener Auftritt: DFB-Frauen nur 0:0 gegen Chile

Bescheidener Auftritt: DFB-Frauen nur 0:0 gegen Chile

Biathlon: Der Kader der deutschen Damen für die Saison 2021/22

Biathlon: Der Kader der deutschen Damen für die Saison 2021/22

Meistgelesene Artikel

Kommentare