Rund 100 Feuerwehrkräfte löschen landwirtschaftliches Anwesen fast fünf Stunden lang / Kripo ermittelt zur Ursache

1700 Ferkel sterben bei Großbrand in Varl

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1700 Ferkel kamen bei einem Feuer in Varl ums Leben: Die Rauchwolken waren weithin sichtbar, als am frühen Samstagabend der Schweinestall an der Westerheide den Flammen zum Opfer fiel.

Varl - 1700 Ferkel sind am Sonnabend bei einem Stallbrand in Varl verendet. Auf dem Anwesen an der Straße Westerheide, in der Nähe zur Grenze nach Stemwede, war das Feuer am frühen Abend ausgebrochen und zerstörte den 1600 Quadratmeter großen Stall komplett. Angrenzende Gebäude konnten die rund 100 Feuerwehrkräfte der gesamten Stadtwehr Rahden vor den Flammen bewahren.

Der Stalleigentümer war auf den Brand aufmerksam geworden und hatte erste Löschversuche unternommen, während seine Fau die Feuerwehr verständigte, berichtet Andreas Berg als Pressesprecher der Feuerwehr der Stadt Rahden. Die Leitstelle Minden alarmierte unter dem Stichwort „Brand landwirtschaftliches Anwesen“ die Löschgruppen Varl, Sielhorst und den Löschzug Rahden über Meldeempfänger und Sirenen.

Da eine Rettung der Tiere, die gerade frisch in den Stall gekommen waren, nicht mehr möglich war, konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf die Brandbekämpfung sowie den Schutz der umliegenden Gebäude.

Während zahlreiche Rettungskräfte mit dem Löschen beschäftigt waren, übernahmen weitere Feuerwehrmänner die Arbeiten zur Wasserversorgung. „Um diesen Brand zu bekämpfen, wurde stellenweise eine vierfache Versorgungsleitung von dem nahegelegenen Diekfluss zu den Fahrzeugen gelegt“, berichtet Pressesprecher Berg. Über rund anderthalb Kilometer Schlauchleitung wurde das Wasser so zum Brandort befördert. Die Wasserversorgung für die Tanklöschfahrzeuge aus Rahden und Pr. Ströhen sowie für das Fahrzeug aus Varl wurde aus einem Hydranten aufgebaut.

Das Feuer vernichtete den Schweinestall, das Dach mit Welldachplatten stürzte fast komplett ein, so Berg. Aufgrund der starken Rauchentwicklung, gingen die Trupps stellenweise unter schwerem Atemschutz vor. Im Anschluss sorgten Hochdrucklüfter dafür, den Rauch aus dem brennenden Gebäude zu blasen und so den Feuerwehrkräften eine bessere Sicht zu ermöglichen. Ebenso wurden zwei Lüfter für die umliegenden Ställe aufgestellt, um sicher zu gehen, dass die Tiere ausreichend Frischluft bekommen und kein Qualm eindringen konnte.

Da das eingestürzte Dach die Löscharbeiten behinderte, kümmerte sich der Bereitschaftsdienst des Ordnungsamtes Rahden mit einem Bagger darum, Teile des Daches von der Brandstelle zu entfernen, sodass die darunter befindlichen Brandnester gelöscht werden konnten.

Gegen 20.15 Uhr meldete Einsatzleiter Mark Ruhnau „Feuer unter Kontrolle“ an die Leitstelle Minden. Um 23.37 Uhr meldete Ruhnau „Feuer aus“. Die Mitglieder der Löschgruppe Varl blieben als Brandsicherheitswache über Nacht und rückten gestern Morgen gegen 7 Uhr ab.

In Zahlen zusammengefasst, bilanziert Andreas Berg den Brand, bei dem die gesamte Stadtwehr Rahden im Einsatz war: Rund 100 Feuerwehrkräfte waren mit 16 Fahrzeugen vor Ort, insgesamt wurden bis zu neun C-Rohre, zwei B-Rohre sowie ein Dachwerfer des Tanklöschfahrzeugs Pr. Ströhen eingesetzt. Die Polizei war mit drei Streifenwagen in Varl. Die Beamten beschlagnahmten die Brandstelle. Die Kriminalpolizei hat laut Berg die Ermittlungen aufgenommen. Zur Schadenshöhe konnte er noch keine Angaben machen.

„Ein großer Dank geht an die Eigentümer des Betriebes sowie alle Helfer und Nachbarn, die die Einsatzkräfte mit Getränken und Verpflegung versorgten sowie bei den Löscharbeiten unterstützen“, lobt Berg abschließend.

abo

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