Rund 160 Kinder lernen richtigen Umgang mit Feuer

Bei Rauchentwicklung erstmal in die Hocke gehen

Ganz schön eng ist es unter einer Sauerstoffmaske.

Rahden - Feuer übt auf Kinder eine geradezu magische Faszination aus. Doch der allzu sorglose und nicht geschulte Umgang mit dem heißen Element führt jedes Jahr zu vielen Brandopfern und Sachschäden in Milliardenhöhe. Dabei erschrecke die Tatsache, dass viele Brände durch zündelnde Kinder verursacht würden, so Michael Windhorst von der Freiwilligen Feuerwehr Rahden. Für die Rettungskräfte ist das Grund genug, frühzeitig mit der Brandschutzerziehung zu beginnen.

Darum hat die Feuerwehr in diesem Jahr rund 60 Grundschülern der dritten Klassen und gute 100 Vorschulkindern aus den Rahdener Kindergärten die Gefahren des Feuers und das richtige Verhalten im Notfall vermittelt. Scheinbar mit Erfolg: „Wir erleben es immer öfter, dass Kinder den Ernstfall erkennen und Schlimmeres verhindern“, berichtet Windhorst vom Löschzug Rahden, der mit seinen Kollegen jährlich eine Vielzahl von Stunden ehrenamtlich in die Brandschutzerziehung investiert.

Rund 60 Grundschüler und 100 Vorschüler lernten von der Feuerwehr, wie sie richtig mit Feuer umgehen. - Fotos: Feuerwehr Rahden

Jetzt veranstalteten die Wehrleute wieder kleine Brandversuche. Unter anderem lernten die Kinder, wie sie ein Streichholz richtig anzünden. Der stellvertretende Wehrführer Carsten Kunter vermittelte in einem Rollenspiel das richtige Absetzen eines Notrufes, Windhorst zeigte den Kindern, wie sie sich richtig in einem brennden Raum verhalten. Hierzu wurde ein Raum durch eine Nebelmaschine verqualmt. „Rauch steigt nach oben, also als erstes in die Hocke gehen“, lautete sein wichtigster Tipp. Auf dem Schulhof standen die Einsatzfahrzeuge. Hier erklärte Felix Meyer das umfangreiche Equipment der Rahdener Feuerwehr. Außerdem durften die Kinder mit Andreas Berg und Nico Matews einen kleinen Löschangriff durchführen und Pilonen von einem Balken spritzen – sehr zum Vergnügen der jungen Brandschutzspezialisten.

Zum Schluss erhielt jedes Grundschulkind ein reflektierendes Klackarmband, für die Vorschüler gab es ein Fridulin Brenzlich Malbuch. Unterstützt wurde die Aktion von Ulrich Eikenhorst und der S-Finanz-Dienste GmbH.

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