Raiffeisen Lübbecker Land festigt innere Stärke / /Wechsel des Großaktionärs

Schwieriges Jahr 2014 erfolgreich gemeistert

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Wechsel im Aufsichtsrat der Raiffeisen Lübbecker Land AG: Nach einem Aktionärswechsel ist Dr. Albert Romberg (4.v.l.) ausgeschieden. Neu in das Gremium gewählt wurden Siegbert Jäger (3.v.r.) und Gerhard Rose (2.v.r.) sowie als Ersatzmitglieder Heinrich-Wilhelm Tölle (2.v.l.) und Heinz-Walter Niedertopp (3.v.l.). Erste Gratulanten waren Aufsichtsratsvorsitzender Achim Grötemeier (4.v.r.) und die beiden Geschäftsführer Wilhelm von Behren (l.) und Karl-Heinz Eikenhorst (r.).

Stemshorn/Rahden - Die Raiffeisen Lübbecker Land AG hat sich im Jahr 2014 erfolgreich auf dem Markt für landwirtschaftliche Waren und Dienstleistungen behauptet. Das Unternehmen mit 65 Mitarbeitern an zehn Standorten hat nach eigenen Angaben 126765 Tonnen Ware umgeschlagen, 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Wertmäßig musste die genossenschaftlich organisierte Aktiengesellschaft dagegen einen Rückgang von 5,1 Prozent auf 47,3 Millionen Euro hinnehmen. „Grund dafür sind das rückläufige Preisniveau und die stark schwankenden Preise für Agrarprodukte“, erläuterte Geschäftsführer Wilhelm von Behren jetzt während der Hauptversammlung.

Mit Verlauf und Ergebnis des Geschäftsjahres 2014 zeigten sich Von Behren und sein Kollege Karl-Heinz Eikenhorst dennoch zufrieden. So hätten außerordentliche Erträge durch die Hebung stiller Reserven beim bisherigen Großaktionär Agravis zu einem deutlichen Ertragsplus und einem Top-Jahresüberschuss von gut einer Million Euro geführt. Durch Beschluss der Hauptversammlung fließt der Großteil davon – alles in allem 940000 Euro – zur Stärkung des Eigenkapitals in die Rücklagen. Die Eigenkapitalquote (Bezugsgröße ist die Bilanzsumme) erhöht sich damit laut Aktiengesellschaft von 27,7 auf 30,9 Prozent. Knapp 93000 Euro schüttet das Unternehmen in Form einer 3,0-prozentigen Dividende an seine Eigentümer aus.

Stichwort „Aktionäre“: Nach wie vor halten Landwirte aus der Region zwei Drittel am Stammkapital des Unternehmens. Als neuer Großaktionär ist im vergangenen Jahr die benachbarte Raiffeisen Lippe-Weser AG aus Lage eingestiegen. Sie hat die bisher von der Zentralgenossenschaft Agravis gehaltenen Anteile übernommen. Gleichzeitig hat sich die Raiffeisen Lübbecker Land AG bei der Raiffeisen Lippe-Weser AG beteiligt und ist dort mit Jürgen Lange aus Twiehausen auch im Aufsichtsrat vertreten.

Die beiden Raiffeisen AGs aus der Region kooperierten seit mehreren Jahren erfolgreich auf einzelnen Geschäftsfeldern, heißt es in der Mitteilung. Nun solle auch der zusätzlich erworbene Standort in der Nähe des Hafengeländes in Lübbecke gemeinsam belebt werden.

Auch personell sind die Lagenser jetzt bei der Raiffeisen Lübbecker Land AG vertreten: Einstimmig wählte die Hauptversammlung (Leitung: Aufsichtsratsvorsitzender Achim Grötemeier) den Vorstandsvorsitzenden Siegbert Jäger und den Aufsichtsratsvorsitzenden Gerhard Rose in den Aufsichtsrat.

Zur Jahresmitte ist die Raiffeisen Lübbecker Land AG für das Jahr 2015 verhalten optimistisch gestimmt. „Die Agrarmärkte sind nach wie vor volatil. Dies birgt Risiken, bietet aber auch Chancen, die wir nutzen wollen“, meinte Vorstand Karl-Heinz Eikenhorst. Erwartet wird die Stabilisierung der Umsätze und ein Ergebnis auf dem positiven Niveau des Vorjahres.

Etwa drei Viertel ihres Geschäfts macht die Raiffeisen AG mit dem klassischen Agrar-Warenhandel, 18 Prozent entfallen auf den Energiesektor (Brennstoff- und Kraftstoffhandel) und insgesamt sieben Prozent auf den Einzelhandel (Betrieb von sechs Haus- und Gartenmärkten).

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