Rahdener Senioren trainieren ihr Gehirn und bringen den Körper in Schwung

Tanzen tut der Seele gut

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Höchste Konzentration ist beim Sitztanz gefragt. Denn auch dabei müssen die Bewegungen von Armen und Beinen stimmen. Seit zehn Jahren bringt Ilona Lubenow (r.) den Senioren verschiedene Tanzfolgen bei.

Rahden - Von Heidrun Mühlke. „Seit-ran, Seite, drehen links herum – und noch einmal von vorn“, gibt Ilona Lubenow klare Anweisungen an ihre Tänzerinnen. Die Übungsleiterin der Seniorentanzgruppe Rahden erklärt die genaue Schrittfolge, bevor die Seniorinnen leichtfüßig zu Walzerklängen, Rumba und Co. ihre Runden auf dem Parkett drehen.

Seit nunmehr 30 Jahren treffen sich die Tänzerinnen in der Seniorentanzgruppe in Rahden. Ilona Lubenow leitet die Truppe inzwischen seit zehn Jahren. Seinerzeit hatte sie die Betreuung von Ingrid Holtmeier übernommen. Dass Lubenow seit einem Jahrzehnt Schwung in die Gruppe bringt, lieferte nun Grund zum Feiern. Darum trafen sich die Tänzerinnen zum Kaffeetrinken, bevor im Gemeindehaus getanzt wurde.

„Wir beginnen stets mit dem Begrüßungswalzer“, sagt die engagierte Tanzleiterin und legt flotte Countrymusik auf. Routiniert nehmen die Frauen nebeneinander Aufstellung und warten, bis die Musik einsetzt. Lubenow zeigt schnell noch einmal die Schrittkombinationen, dann geht es los. „Wir lernen mindestens acht neue Tänze im Jahr“, so Lubenow.

Ob im Kreis, als Paar oder im Block – Spaß macht es den Damen auf jeden Fall. Auch Sitztänze stehen auf dem Programm. „In die Hände klatschen, auf die Oberschenkel, Hände nach vorn, auf die Schulter, Füße nach vorn strecken.“ Was einfach klingt, erfordert mit zunehmender Musikgeschwindigkeit nach „Mein kleiner grüner Kaktus“ höchste Konzentration.

Von Anfang an bei den Treffen dabei sind die 75-jährige Liesel Müller, Lisa Supe (79 Jahre) und die schon 94-jährige Käte Lau. „Das Tanzen macht richtig Spaß, bringt das Gehirn und den Körper in Schwung“, ist sich das Trio einig. „Das Tanzen und Treffen mit Gleichgesinnten tun der Seele richtig gut.“ Die Frauen freuen sich stets auf die wöchentlichen Tanznachmittage und versuchen daher, möglichst keinen Termin zu verpassen.

Dabei sei diese Freizeitgestaltung auch für jüngere Tanzfreunde geeignet, macht Lubenow deutlich. Tanzen halte fit, darin seien sich Experten einig. Und die Bewegungen nach Musik wirke sich letztlich auch auf das Gehirn aus: „Tanzen trainiert Konzentration und Merkfähigkeit sowie die körperliche Beweglichkeit“, sagt Lubenow zu den Vorzügen ihres Hobbys.

Getanzt wird jeden Dienstag von 16.30 bis 18 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Rahden. Über Frauen und Männer, die mittanzen wollen, freuen sich die Tänzerinnen mit ihrer Leiterin, die im Bundesverband Seniorentanz organisiert sind. Die meisten Tänze seien sofort zum Mittanzen, macht Lubenow Lust aufs Ausprobieren.

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