Rahdener Löschzug hält Rückschau auf arbeitsreiches Jahr

Steigende Einsatzzahlen verlangen Wehr einiges ab

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Bei der Jahreshauptversammlung des Rahdener Löschzuges wurden wieder einige Kameraden befördert oder für die Teilnahme an Lehrgängen ausgezeichnet.

Rahden - Die Freiwillige Feuerwehr wird mehr denn je gebraucht. Das machten die gestiegenen Einsatzzahlen des Rahdener Löschzugs deutlich. Dessen Mitglieder kamen am Freitagabend zur Jahreshauptversammlung zusammen. Zahlreiche Einsätze, Dienste und Lehrgangsteilnahmen ließen die Mitglieder im Gerätehaus an der Straße Südring Revue passieren.

Nicht zuletzt freuten sich bei der Versammlung wieder zahlreiche Kameraden über Auszeichnungen, Beförderungen und Ehrungen. Zu der Zusammenkunft begrüßte Zugführer Carsten Kunter eine gut aufgestellte Mannschaft aktiver Kameraden und einige Feuerwehrruheständler.

„Mit 89 Einsätzen gegenüber 72 im Vorjahr war 2015 ein einsatzreicheres Jahr“, stellte Marko Dieckröger, stellvertretender Zugführer, in seinem Rückblick fest. Wieder sei den Mitgliedern die ganze Bandbreite der Feuerwehrarbeit abverlangt worden. Zu 35 Löscheinsätze rückten die Einsatzkräfte aus (16 Klein-, zwei Mittel- und drei Großbrände sowie sieben bestimmungsgemäße Auslösungen von Brandmeldeanlagen, denen sieben Fehlalarme gegenüberstanden).

Sechs Mal hieß es Beseitigung umweltgefährdender Stoffe, neun Mal mussten Menschen in Notlagen gerettet oder geborgen werden (davon vier Unfälle mit eingeklemmter Person). Hinzu kamen 17 Brandsicherheitswachen, 15 Beseitigungen von Unwetterschäden (Baum auf Straße), ein überörtlicher Einsatz sowie eine Übung und fünf sonstige Hilfeleistungen.

Mit insgesamt 1744 Einsatzstunden (Vorjahr: 1471) seien dies pro Kamerad im Schnitt mehr als 40 Stunden. „Allein die Stundenanzahl der Einsätze pro Feuerwehrmann kommt einer kompletten Arbeitswoche eines Vollbeschäftigten nahe“, stellte Dieckröger heraus. Erfreulich sei der Rückgang technischer Fehlalarme bei den Brandmeldeanlagen. Dafür habe die Zahl der Unwettereinsätze stark zugenommen.

Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang sowie der Großbrand in Varl mit 1700 toten Ferkeln seien sehr belastend gewesen, resümierte der stellvertretende Zugführer. „Umso ärgerlicher machen uns da die böswillig initiierten Einsätze wie brennende Müllcontainer und Müllsäcke.“

Zudem galt es, 22 reguläre Dienste mit einem Stundenaufwand von 1230 Stunden neben Sonderdiensten, Übungsdiensten und Ordnungsdiensten zu absolvieren. Rund 1130 Stunden wurden für Aus- und Fortbildung aufgewendet.

Die Beliebtheit des Rahdener Feuerwehrdomizils als Ausbildungsstandort erforderte vom Kantinenpersonal des Löschzugs zudem einen hohen Zeitaufwand für die Verpflegung von rund 1000 Lehrgangsteilnehmern.

Zugführer Kunter und Wehrführer Mark Ruhnau sprachen den Aktiven ihren Dank aus, denn bedingt durch den demografischen Wandel werde jeder Mann und jede Frau gebraucht. Derzeit versehen mit vier Neuzugängen 43 aktive Mitglieder (37 Kameraden und sechs Kameradinnen) ihren Dienst. Hinzu kommen zehn Einsatzkräfte aus den umliegenden Ortschaften in der Tagesverfügbarkeit. 16 Kameraden halten der Ehrenabteilung die Treue.

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