Erste Naturführung an der Großen Aue

Rahdener Landschaft erstrahlt im Morgenlicht

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Winrich Dodenhöft (grüne Jacke) erläuterte der Gruppe die Bedeutung des Wehres zwischen Kleinendorf und Varlheide. 

Rahden - Morgenstund hat Gold im Mund. An diese Weisheit dachten sicher auch die 15 Naturfreunde, die sich am Sonntagmorgen um 9 Uhr gemeinsam mit Rahdens Landschaftswächter Winrich Dodenhöft und Stadtheimatpfleger Claus-Dieter Brüning auf den Weg zu einer fast zehn Kilometer langen Wanderung entlang der Großen Aue machten. Unterstützt wurden beide durch den Kleinendorfer Ortsheimatpfleger Siegfried Strunk.

An der Varlheider Straße hupten die Fahrer der Oldtimer-Ausfahrt den Wanderern fröhlich zu.

Im Heimatpark hinter dem Museumshof erhielt die Gruppe von Brüning und Strunk nicht nur Informationen zur Burgruine, sondern auch zur Entstehung des Heimatparkes und des Museumshofes, der in wenigen Wochen seinen 50. Geburtstag feiert. Gerade am frühen Morgen seien Ruine und Museumshof schöne Blickfänge – besonders auch für den Hobbyfotografen, machten die Naturfreunde deutlich. Vorbei an Bocks Teich und der Burgweide ging es für die Frühaufsteher schließlich zur Großen Aue. Dodenhöft nutzte die diversen Zwischenstopps zu zahlreichen Erläuterungen im Zusammenhang mit den Renaturierungsmaßnahmen entlang der Großen Aue, die im Jahr 1989 begannen und im Jahre 2002 in den wesentlichen Teilen mit insgesamt 16 Bauabschnitten auf einer Länge von rund 25 Kilometern fertig waren.

So können die neu geschaffenen Polder im günstigen Fall bis zu zwei Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen und bei Überschwemmungen wertvolle Dienste leisten, erfuhren die Teilnehmer der ersten Wanderung dieser Art. Fachlich betreut wird das Gebiet entlang der Rahdener Aue von der Biologischen Station Minden-Lübbecke.

Neben vielen Enten und Gänsearten hat inzwischen sogar der Eisvogel das Gebiet als Revier angenommen. Auch seltene Pflanzenarten sind hier anzutreffen. Dodenhöft führte die Gruppe auf dem Rückweg über weitgehend unbekannte Pfade, auf denen die Schönheit der Gewässerlandschaft besonders deutlich wurde.

Wenn sich auch die im Vorfeld angekündigten Kiebitz- und Kuckucksrufe nicht vernehmen ließen, hatte die Gruppe an der Steinmasch die Gelegenheit, dem Gesang einer Nachtigal zu lauschen und auch den ersten Schwalben bei ihren Tiefflügen zu zusehen.

Eine willkommene Unterbrechung der Wanderung gab es an der Varlheider Straße, als der Oldtimerkonvoi auf seinem Weg zum Spargelhof Winkelmann in Tonnenheide den Weg der Gruppe kreuzte. Die Wandergruppe wurde dabei von zahlreichen hupenden Schnauferln fröhlich gegrüßt.

Als man nach gut drei Stunden wieder am Museumshof ankam, waren sich Dodenhöft und Brüning sowie die Teilnehmer der Wanderung einig, dass man diese Tour unbedingt wiederholen wolle. Bis auf einen Graupelschauer war auch die Wetterprognose der beiden Naturfreunde erfüllt worden.

cdb

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