Rahdener Feuerwehr schult junge Brandschutzspezialisten in der Grundschule

Drittklässler lernen Umgang mit dem Feuer

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Das Einsatzfahrzeug des Löschzuges übte auf die Grundschüler eine besondere Anziehungskraft aus – sie lauschten begeistert, wofür die einzelnen Geräte genutzt werden.

Rahden - Feuer übt auf Kinder eine geradezu magische Faszination aus. Doch der allzu sorglose Umgang mit Flammen führt jedes Jahr aufs Neue zu vielen Brandopfern und Schäden in Milliardenhöhe. Dabei erschrecke die Tatsache, dass viele Brände durch zündelnde Kinder verursacht werden, informieren die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Rahden. Grund genug für die Ehrenamtlichen, rechtzeitig mit der Brandschutzerziehung zu beginnen.

So haben die Einsatzkräfte es sich auf die Fahne geschrieben, den Kindern die Gefahren des Feuers näherzubringen. Rund 60 Drittklässlern vermittelten sie nun das richtige Verhalten im Notfall. „Wir erleben es immer öfter, dass Kinder den Ernstfall erkennen und Schlimmeres verhindern'', berichtet Michael Windhorst vom Löschzug Rahden, der mit seinen Kollegen jährlich viele Stunden ehrenamtlich in die Brandschutzerziehung investiert. An der Grundschule hatten die Feuerwehrmitglieder nun kleine Brandversuche vorbereitet – unter anderem das Experiment „wie zünde ich ein Streichholz richtig an“.

Notruf richtig absetzen und wertvolle Tipps

Bei Florian Drunagel übten die Jungen und Mädchen in einem Rollenspiel das richtige Absetzen eines Notrufes. Windhorst zeigte den Kindern, wie man sich richtig in einem brennenden Raum verhält und gab ihnen Tipps.

„Rauch steigt nach oben, also als erstes in die Hocke gehen“, so sein Tipp. Um den Ernstfall so echt wie möglich nachzustellen, hatte die Feuerwehr einen Raum mit einer Nebelmaschine völlig verqualmt. Darin mussten sich die Grundschüler dann mit entsprechendem Atemschutz ausgerüstet zurechtfinden.

Auf dem Schulhof standen die großen Einsatzfahrzeuge. Felix Meyer zeigte den begeisterten Schülern das umfangreiche Equipment der Rahdener Feuerwehrleute und erklärt dessen Funktionsweisen.

Zum Schluss durften die Kinder bei Nicole und Andreas Berg einen kleinen Löschangriff proben und Pylonen von einem Balken spritzen – sehr zum Vergnügen der jungen Brandschutzspezialisten, berichtet die Feuerwehr.

Für jedes Kind gab es abschließend noch eine 112- Urkunde mit dem persönlichen Namen als Erinnerung. Ein Dank richtet die Feuerwehr an das Rahdener Versicherungsbüro von Ulrich Eikenhorst, der die Aktion unterstützt hatte.

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