Rahdener fährt mit 2,28 Promille Auto

„Ich habe einen großen Fehler gemacht“

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Mediengruppe Kreiszeitung

Rahden - Ein 45-Jähriger Rahdener musste sich nun vor dem Amtsgericht Rahden verantworten, weil er sich laut Anklage mit 2,28 Promille hinters Steuer gesetzt hat. Der Angeklagte zeigte sich reumütig: Er habe ein Alkoholproblem gehabt und sei überfordert gewesen. An dem Tag der Tat habe er erfahren, dass seine Mutter schwer erkrankt sei.

Seine Verteidigerin erklärte, dass ihr Mandant seiner kranken Mutter finanziell helfen wollte – aber selbst unter „Engpässen“ gelitten habe. Erst später, als er schon getrunken hatte, sei er auf die Idee gekommen, zu Freunden zu fahren und sie um Geld zu bitten. Die Reaktion des Rahdeners sei auf ein Alkoholproblem zurückzuführen, erklärte die Juristin. Er habe in unregelmäßigen Abständen getrunken, um „die Konflikte, die er nicht mehr mit sich selbst austragen konnte, zu bewältigen“. Ein Problem, dass er sich ihr zufolge lange Zeit nicht eingestand. Nun mache er eine Therapie.

Dank der Behandlung sehe er die Dinge nun klarer, berichtete der Angeklagte. Mittlerweile wisse er, dass er in einer solchen Situation einen klaren Kopf bewahren müsse. „Ich habe eine Dummheit gemacht“, sagte der 45-Jährige sichtlich mitgenommen. Er habe für sich entschieden, weiterhin ohne Alkohol zu leben, verkündete er.

Der Angeklagte hatte nach der Nachricht um den Zustand seiner Mutter nicht zum ersten Mal betrunken am Straßenverkehr teilgenommen. Bereits zweimal war er wegen ähnlicher Delikte aufgefallen.

Der Staatsanwalt fand eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu jeweils zehn Euro angemessen. Außerdem forderte er eine Führerschein-Sperrfrist von zwölf Monaten.

„Je höher die Alkoholkonzentration, desto geringer ist die Steuerungspflicht“, sagte die Verteidigerin. Sie war der Ansicht, dass ihr Mandant fahrlässig und nicht vorsätzlich gehandelt habe. Ihre Forderung: 60 Tagessätze zu je zehn Euro und eine Sperrfrist von zehn Monaten.

Vor der Urteilsverkündung entschuldigte sich der Angeklagte. „Ich habe einen großen Fehler gemacht.“ Richter Hagenkötter verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je zehn Euro. Seinen Führerschein wird der Angeklagte frühestens in zwölf Monaten wiedersehen.

ks

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