Rahdener Bau- und Planungsausschuss bringt neuen Bebauungsplan auf den Weg

„Neue Bauplätze ganz wichtig für Wehe“

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Mediengruppe Kreiszeitung

Wehe - Rund 20 Jahre ist es laut Friedrich Schepsmeier (SPD) her, dass in Wehe zuletzt Flächen für Wohnbebauung ausgewiesen wurden. Weitere Anläufe hat es danach immer wieder gegeben, sie blieben aber erfolglos. Jetzt sollen auf dem von der S-Immobiliengesellschaft der Stadtsparkasse Rahden erworbenen Grundstück an der Weher Straße 176 neue Häuser entstehen. Die dafür erforderliche Aufstellung des Bebauungsplans „Wehe-Husen“ und die Änderung des Flächennutzungsplans hat der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss am Donnerstagabend einstimmig auf den Weg gebracht.

Die Immobiliengesellschaft möchte das Grundstück auf eigene Kosten erschließen und anschließend vermarkten. Nach einem ersten Entwurf von Johannes Eversmann von der Ingenieurplanung Wallenhorst könnten auf dem Areal insgesamt neun Häuser entstehen. Im vorderen Bereich direkt an der Weher Straße seien zwei Mehrfamilienhäuser möglich, so Eversmann.

Der Weher Friedrich Schepsmeier begrüßte den Vorschlag des Planers. Man brauche in Wehe auch Mietwohnungen. Drunagel unterstrich das. Junge Menschen aus der Ortschaft suchten Mietwohnungen. „Es wäre gut, wenn sie in Wehe gehalten werden könnten “, so der Bauamtsleiter.

Aus Sicht Schepsmeiers ist der Bereich an der Weher Straße wegen seiner Nähe zu Rahden optimal gewählt. Zudem bedeute die neue Wohnsiedlung eine optische Aufwertung des Ortseingangsbereichs. Er hofft, dass die Bauplätze künftig auch zu günstigen Preisen angeboten werden. Auch Bianca Winkelmann (CDU) sah die Bedeutung des Sparkassen-Vorhabens. „Es ist ganz wichtig für Wehe, dass neue Bauplätze ausgewiesen werden“, sprach sie wie Schepsmeier die politisch ausdrücklich gewollte Entwicklung der Rahdener Außenortschaften an.

Laut Drunagel hat die Bezirksregierung Detmold bereits ihre Zustimmung für das Vorhaben in Aussicht gestellt, einem darüber hinausgehenden Wachstum jedoch derzeit eine Absage erteilt. Nach Einschätzung der Detmolder reiche das jetzige Kontingent für die Eigenentwicklung aus.

Eine Vorprüfung hat laut Planer Eversmann ergeben, dass dem Vorhaben grundsätzlich keine Immissionen aus Gewerbe oder Landwirtschaft entgegenstehen. Es gebe in der Nachbarschaft lediglich eine Rinderzucht, die man näher betrachten müsse, so Eversmann. Detailliert geprüft wird im Rahmen der jetzt anstehenden frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden, zu der auch eine Bürgerversammlung gehört.

Zuvor will die Stadt mit der S-Immobiliengesellschaft einen städtebaulichen Vertrag abschließen, um sicherzustellen, dass der Stadt durch das Vorhaben keine Kosten entstehen.

Wer ein Grundstück bebaut, der muss auch für ausreichende Begrünung sorgen. Umgesetzt wird das nach Erfahrung einiger SPD-Politiker allerdings nur mangelhaft. Claus-Dieter Brüning regte darum an, das zuständige Kreisbauamt solle regelmäßig zwei Jahre nach einem Hausbau kontrollieren, ob die Vorgaben umgesetzt wurden. Anregen könne man das, einen Einfluss habe die Stadt aber nicht darauf, erläuterte Dieter Drunagel. Der Kreis prüfe bislang stichprobenartig. Der Bauamtsleiter bevorzugt ohnehin eine Lösung vor Ort. „Was spricht dagegen, wenn der Heimatverein die Leute anspricht, dort vielleicht auch gemeinsam etwas zu machen?“ Das trage zugleich dazu bei, die Neubürger in die Dorfgemeinschaft zu integrieren.

mer

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