Bernd Rieke gibt sich kämpferisch und will jetzt erst recht weiter machen

„Rahden hilft“-Initiator niedergeschlagen

Rahden - Der Grillabend für Einheimische und Flüchtlinge an der Marktschänke am Donnerstagabend stieß bei vielen Rahdenern auf positive Resonanz. Viele waren der Einladung zum netten Beisammensein gefolgt, andere äußerten sich positiv in den sozialen Netzwerken. Einigen Rahdenern ist das Engagement aber offenbar ein Dorn im Auge. Bernd Rieke, Initiator der Gruppe „Rahden hilft“, die den Grillabend organisiert hatte, wurde am Freitagabend niedergeschlagen.

Der Schläger habe ihn und seine Frau in der Marktschänke zunächst verbal angegriffen. Als sie später das Lokal verließen, ging ihnen der Mann nach. Der Rahdener habe ihm von hinten gegen den Kopf geschlagen und ihm einen Faustschlag ins Gesicht versetzt, berichtet Rieke auf Nachfrage des Diepholzer Kreisblattes.

Ganz unbekannt ist der Schläger offenbar nicht. Er sei einer der Hauptakteuere der Schlägerei während des Rahdener Schützenfestes gewesen, habe ihm ein Mitglied des Schützenvereins mitgeteilt, so Rieke. „Was der Junge nicht bedacht hat, ist dass er unserer Sache einen Dienst erwiesen hat“, ist Rieke überzeugt, dass sich jetzt noch mehr Menschen in der Gruppe solidarisieren werden. Außerdem kommt auf den Schläger eine Strafanzeige zu.

Bernd Rieke ist nicht der einzige, der wegen seines Engagements angegangen wurde. Einem Geschäftsmann aus seiner Nachbarschaft, der ebenfalls bei „Rahden hilft“ aktiv ist, hätten Unbekannte die Tore beschmiert, berichtet Rieke.

Von derartigen Anfeindungen ins Bockshorn jagen lässt sich der Rahdener nicht. Die Gruppe werde jetzt erst recht Flagge zeigen. Am Donnerstag treffen sich einige Mitglieder zur Nachlese des Grillabends und um weitere Aktionen zu besprechen.

mer

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