Firmen stellen Neuntklässlern bei Bewerber-Fachtag Ausbildungsmöglichkeiten vor

Abwechslung zum Schulalltag

Rainer Benk informierte Neuntklässler über Chancen im Bereich Gastronomie und Hotel. - Foto: ks

Rahden - Abitur oder Ausbildung? Oder doch lieber erst ins Ausland? Für Neuntklässler stehen wichtige Entscheidungen an. Um ihnen zu helfen, den Weg Richtung Traumberuf einzuschlagen, veranstaltete die Freiherr-vom-Stein-Realschule gestern einen Bewerber-Fachtag. Mehr als 25 Bildungseinrichtungen und Firmen stellten sich dabei vor.

Für 108 Neuntklässler drehte sich sechs Schulstunden lang alles um Karriere-Chancen, Gehälter, Arbeitszeiten und Selbstverwirklichung. In Gruppen von sieben bis 37 Schülern widmeten sie zuvor ausgesuchten Arbeitgebern jeweils 45 Minuten Aufmerksamkeit. Das vorgestellte Ausbildungsangebot reichte vom Physiotherapeuten bis zum Erzieher, Elektroniker, Bankkaufmann, Friseur oder Mediengestalter – um nur einige Berufe zu nennen.

Auch die Stadtverwaltung Rahden präsentierte sich. „Verwaltungsarbeit hört sich erstmal ein bisschen grausam an“, gab Hauptamtsmitarbeiter Christian Benker zu. Doch die Nachfrage für Ausbildungsplätze bei der Stadt sei groß. Auf einen Ausbildungsplatz kämen teilweise 80 bis 100 Bewerbungen. Außerdem biete die Stadtverwaltung über den Verwaltungsfachangestellten hinaus verschiedenste Berufe, vom Fachinformatiker bis zum Vermessungstechniker. Das war zum Beispiel für Leon aus der 9d neu: „Das stellt man sich gar nicht so vor – man kann dort eigentlich fast alles machen.“ Er fand den Bewerber-Fachtag „gut“ und „interessant“.

Ein ähnliches Fazit zogen seine Klassenkameradinnen Monique und Michelle. „Es ist eine schöne Abwechslung zum Schulalltag“, meinte Michelle. Die Schülerinnen informierten sich unter anderem über die Gastronomie und das Hotelwesen. Rainer Benk, Geschäftsführer des Rahdener Westfalenhofs, gewährte zusammen mit Koch Oliver Fissenewert Einblicke in dieses Berufsfeld. In der neunten Klasse habe man auch mit eher schlechten Noten viele Chancen, motivierte Benk. Spätestens bei der Ausbildung oder auf weiterführenden Schulen müsse man jedoch Ehrgeiz zeigen, um beruflich voranzukommen.

„Ich finde, es ist eine tolle Sache“, sagt der Geschäftsführer nach Abschluss „seiner“ Stunde. Der Tag biete den Schülern Gelegenheit, sich intensiv mit Berufsbildern zu beschäftigen.

„Wir kriegen immer positives Feedback“, freut sich Berufskoordinatorin der Freiherr-vom-Stein-Schule Claudia Römer über solche Resonanz. Sie hat den Tag zusammen mit Klaus-Dieter Döpke, Generalvertreter der Allianz Versicherung, organisiert. „Zu meiner Zeit gab es das noch nicht“, bedauert Döpke, der selbst in Rahden zur Schule gegangen ist. Deshalb habe er den Bewerber-Fachtag vor 17 Jahren ins Leben gerufen. - ks

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