Präventionsrat bietet Fortbildung „MOVE“ für Jugendarbeit / Sucht im Alltag

Hilfe für Hilfesuchende

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Hoffen, dass sich für die „MOVE“-Fortbildung auch viele Bewerber aus Rahden finden und präsentieren die neuen Flyer für den Workshop: (v.l.) Dr. Wolfgang Adam vom Präventionsrat Rahden, Geschäftsführerin der Dr.-Bock-Gruppe Annette Meyer, Stadtjugendpflegerin Vanessa Hermeling und Mareike Awolin von der Fachstelle Sucht und Prävention des Kreises.

Rahden - Wenn Jugendliche Drogen nehmen oder im Übermaß Alkohol trinken, kommen Erwachsene mit dem erhobenen Zeigefinger meistens nicht weit. Die sechste Auflage der Suchthilfe-Fortbildung „MOVE“ des Rahder Präventionsrats dreht sich daher wieder um die Frage, wie man Zugang zu jungen Konsumenten bekommt und sie zu Veränderungen bewegen kann. Das Angebot zur „Motivierenden Kurzintervention“ richtet sich an Vereinstrainer, Mitarbeiter von Schulen oder Sozialeinrichtungen sowie Ehrenamtliche, die mit Jugendlichen arbeiten – denn diese merken oft als erste, wenn etwas nicht stimmt.

Die dreitägige Fortbildung – von Freitag bis Sonntag, 27. bis 29. November – ist Rahdens Jugendpflegerin Vanessa Hermeling zufolge mittlerweile eine „etablierte Größe im Kreis“. In Rahden selbst scheint sich das Angebot allerdings noch nicht so stark herumgesprochen zu haben, so ihr Eindruck. „Schön wäre es, wenn sich aus Rahden mehr bewerben würden“, fordert sie zur Teilnahme auf.

Hermeling leitet das „MOVE“-Seminar zusammen mit Mareike Awolin von der Fachstelle Sucht und Prävention im Kreis Minden-Lübbecke. Dabei folgen sie einem Konzept der Ginko-Stiftung für Prävention, das in ganz Deutschland angewendet wird. Im Kreis Minden-Lübbecke gibt es die Fortbildung nur in Rahden. Unter dem Motto „Hilf Jugendlichen, die Hilfe suchen“ geht es bei „MOVE“ primär um das Thema Sucht. Doch Hermeling und Awolin betonen, dass sich die Gesprächstechniken, die sie vermitteln wollen, auch auf andere Bereiche des Alltags übertragen lassen.

Die Ziele der Fortbildung: Einen besseren Zugang zu Jugendlichen erhalten und sicherer im Umgang mit ihnen werden. Neben theoretischen Grundlagen und Rollenspielen sieht „MOVE“ eine Einführung in das Thema „Sucht im Alltag“ vor.

Dr. Wolfgang Adam vom Präventionsrat der Stadt Rahden erklärt, dass die Fortbildung die Teilnehmer auch persönlich weiterbringe: „50 Prozent ist Selbsterfahrung“, ist er überzeugt.

Dank Kooperationpartnern und Helfern kann der Präventionsrat das Seminar kostenfrei anbieten. Die Dr.- Bock-Gruppe (Schloss Rahden) stellt Räume und Verpflegung. So könne das Unternehmen nicht nur etwas für alte Menschen, sondern auch etwas für die Jugend tun, erklärt Geschäftsführerin Annette Meyer die Hilfsbereitschaft. Weitere Kooperationspartner sind die Stadt und die Fachstelle für Prävention im Kreis.

Die Teilnahme an dem Seminar ist ab einem Alter von 17 Jahren möglich. Es gibt 16 Plätze. Anmeldungen nimmt Vanessa Hermeling unter Telefon 05771/900871 oder per E-Mail an v.hermeling@rahden.de entgegen. Weiter Informationen finden Interessierte auf der Internetseite der Ginko-Stiftung.

ks

www.ginko-stiftung.de

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