„Positive Vermarktung“ in Pr. Ströhen

Gewerbegebiet wächst um zwei Hektar

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Gewerbetreibenden stehen in Pr. Ströhen demnächst weitere Flächen im Industriegebiet zur Verfügung. Die Arrondierung bezieht sich auf den westlichen Bereich des bestehenden Gebietes.

Pr. Ströhen - Dass die von Bianca Winkelmann (CDU) als „Sahnestücke“ bezeichneten Flächen an der B239 in Pr. Ströhen in ein erweitertes Gewerbegebiet umgewandelt werden, wird den Industriebereich um etwa zwei Hektar vergrößern.

Die Pr. Ströher Ortsvorsteherin bedankte sich im Rahdener Bauausschuss bei denjenigen, die es ermöglicht hatten, dass die zwei Areale im Bebauungsplan Nr. 90 „Gewerbegebiet Pr. Ströhen – B239“ aufgenommen werden. Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass die westliche Erweiterung Vorteile bringe. Die Werbegemeinschaft Pr. Ströhen sei ebenfalls erfreut, richtete Winkelmann aus.

Die Ausweitung war erforderlich geworden, weil die Vermarktung im bestehenden Gewerbegebiet von der Verwaltung als positiv eingestuft wird. Mit dem eingeleiteten Verfahren, in dem der Bebauungsplan aufgestellt und der Flächennutzungsplan geändert werden soll, wolle man die Erweiterung sicherstellen.

Johannes Eversmann vom Ingenieurbüro IPW aus Wallenhorst stellte die Rahmenbedingungen des Projekts vor: „Wir müssen Wohnhäuser im Außenbereich beachten und uns Gedanken über die Zufahrt machen“, sagte der Ingenieur. Eversmann rät, die Zufahrt vom Knotenpunkt an der Bundesstraße aufgrund der Sperrflächen und Abbiegebereichen abzurücken und stattdessen über eine parallel zur Bahnlinie verlaufenden Straße die Anfahrten auszuweisen. „Wir müssen uns noch mit der Bahn abstimmen“, so Eversmann.

Darüber hinaus ständen eine Umweltverträglichkeitsprüfung und Lagepläne aus. Auch an der Regenwasserrückhaltung müsse gearbeitet werden. Das Plangebiet ist auf rund zwei Hektar begrenzt und liegt zwischen der Bundesstraße und der Bahnlinie nördlich der Moororter Straße (K70). Es soll sich später um ein eingeschränktes Gewerbegebiet handeln.

Die Stadt Rahden hat sich die Flächen bereits gesichert, damit der gewerblichen Entwicklung nichts mehr im Weg steht. Im Gebietsentwicklungsplan der Bezirksregierung Detmold sind sie als „Bereich für gewerbliche und industrielle Nutzung“ enthalten. Auf kommunaler Ebene muss nun der Flächennutzungsplan geändert werden, da in diesem der Bereich als „landwirtschaftliche Nutzfläche“ markiert ist. Dieter Drunagel erklärte, dass die Bezirksregierung und der Kreis bereits ihre Zustimmung signalisiert hätten.

Auch die Tatsache, dass die Arrondierung im Landschaftsschutzgebiet liegt, stelle keine Probleme dar, so der Bauamtsleiter. Die Kreisverwaltung werde eine Löschung bewilligen, die im weiteren Verlauf noch gestellt werden muss, ist sich Drunagel sicher.

Beim Konzept des Bebauungsplans soll die Öffentlichkeit rechtzeitig informiert und beteiligt werden. Wie der einmütig genehmigte Vorschlag vorsieht, sollen die Pläne in einer Bürgerversammlung vorgestellt werden.

abo

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