Stadtplaner und Bauamt informieren über neues Wohngebiet in Wehe

Platz für Familien

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Wo derzeit eine leere Fläche hinter einem Bauzaun zu sehen ist, könnten bald Familien ein neues Zuhause finden. Das Bild zeigt das an die Weher Straße angrenzende Gebiet, auf dem zum Frühjahr neue Bauplätze ausgewiesen werden sollen.

Wehe - Jahre sind vergangen, seit in Wehe zuletzt Bauflächen ausgewiesen worden sind. Denn Wohnlandschaften sollen, so will es das Landesentwicklungsprogramm (LEP), in Zentren entstehen. Umso mehr freut sich Bauamtsleiter Dieter Drunagel, dass die Bezirksregierung in Detmold der Ortschaft acht Bauplätze zur Eigenentwicklung zugebilligt hat. Am Dienstag informierten er und Stadtplaner Johannes Eversmann bei einer Bürgerversammlung über das geplante Wohngebiet in Wehe.

Die Flächen, aus denen Bauplätze werden sollen, befinden sich östlich der Weher Straße und südlich der Straße „Hüsinger Feld“. Die Erschließungsstraße würde die Weher Straße und den parallel verlaufenden Heckenweg, der auf Höhe des geplanten Baugebietes nicht ausgebaut ist, verbinden. Läuft alles glatt, steht das Land ab dem Frühjahr nächsten Jahres zur Bebauung bereit.

Entstehen sollen auf 7 300 Quadratmetern Grundstücke für zwei Mehrfamilienhäuser sowie für weitere Ein- bis Zweifamilienhäuser. Für letztere liegt die Größe der einzelnen Grundstücke bei 600 bis 800 Quadratmetern.

Eigentümer der Flächen ist die S-Immobilien-Entwicklungsgesellschaft der Sparkasse Rahden. Die Ausweisung der Bauplätze erfordert Änderungen des Bebauungsplans Nr. 91 „Wehe-Husen“ und des Flächennutzungsplans der Stadt Rahden. Das Verfahren steht derzeit noch am Anfang. Im März hatte der Rat beschlossen, es einzuleiten.

Zu dem Verfahren gehört auch die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit. Das geschah mit der Versammlung am Dienstag. Knapp 25 Bürger kamen hierzu in die Begegnungsstätte Wehe.

Einer von ihnen fragte, wie lange man nach Erwerb eines Grundstücks mit der Bebauung warten könne. Bauamtsleiter Drunagel erklärte, dass Eigentümer innerhalb von zwei Jahren beginnen sollten. Danach habe der Verkäufer ein Rückholrecht. Somit werde gewährleistet, dass die Grundstücke jenen zur Verfügung stehen, die sie zeitnah nutzen möchten.

Ein anderer Weher fragte nach möglichen Standorten für weitere Bauplätze. Er sorgte sich um seine freie Sicht über die Felder. „Wir würden im Moment nicht mehr Bauplätze bekommen“, meinte Drunagel. Aber für die fernere Zukunft schloss er nichts aus. Eversmann ergänzte, dass eine freie Aussicht kein Menschenrecht sei und somit niemand Anspruch darauf habe.

Dem Weher Ratsmitglied Horst-Wilhelm Bruhn war die in seinen Augen relativ enge Fluchtlinie – der Bereich der Grundstücke, in dem Gebäude errichtet werden dürfen – aufgefallen. „Es wäre schön, wenn man das auflockern könnte“, sagte er. Das könne Bauherren Sonderanträge ersparen. Drunagel und Eversmann warnten vor Unordnung bei weniger strengen Vorschriften.

Außerdem regte Bruhn an, die nicht ausgebaute Strecke des Heckenweges Anwohnern zum Kauf anzubieten. Auf diesem könnten Kinder fernab der Hauptstraße sicher zum Kindergarten laufen. Der Bauamtsleiter bezweifelte, dass sich die Stadt dort Optionen aus der Hand gebe. Bei weiteren Fragen helfe des Bauamt während seiner Öffnungszeiten gerne weiter, bot Drunagel an. - ks

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